Schenefeld

Blau-Weiß gerät nach 2:4 tief in das Schlamassel

Hinterher in der Kabine sollen Tränen geflossen sein.

Schenefeld. Einige der ganz jungen Spieler nahmen sich ihre Fehler zu Herzen. Anstatt sich im Heimtreffen gegen den HEBC vom Tabellenkeller zu lösen, stecken die Landesliga-Fußballer von Blau-Weiß 96 nun mitten drin im Abstiegskampf. Die Eimsbütteler feierten ein 4:2 (2:1) im Stadion Achter de Weiden und damit ihren ersten Saisonsieg, zum Heulen für die Gastgeber.

Statt Spinning im Reha-Centrum gibt’s diesen Montag ein Extra-Training mit taktischen Übungen am Ball. Pannen wie gegen den HEBC vor den ersten beiden Gegentreffern (12., 22.) sollen sich nicht wiederholen. Spielentscheidend war aber wohl die 45. Minute, als sich Timm Thau wegen eines Fouls im Mittelfeld die Gelb-Rote Karte einhandelte. „Ob diese Aktion gelbwürdig war, möchte ich bezweifeln. Aber wenn er schon verwarnt ist, muss er diesen Zweikampf anders führen“, sagte Blau-Weiß-Coach Selcuk Turan.

Immerhin steckte seine Mannschaft zu keinem Zeitpunkt auf. In der 31. Minute hatte Ferdinand Adelmann einen an Fabio Bandow verschuldeten Foulelfmeter zum 1:2 verwandelt. Nach dem dritten Gegentor (84.) erzeugte der eingewechselte Marcel Jobmann als Schütze des 2:3 (90.) nochmals Spannung. Bei einem Freistoß in der dritten Minute der Nachspielzeit hielt dann auch Keeper Fabian Jansen nichts mehr hinten. Beim Gegenangriff des HEBC schoss dann Mike Pegel (früher Wedeler TSV) den Ball ins leere Tor.