Elmshorn

Elmshorns Remis hilft Rugenbergen

Spitzenspiel der Fußball-Oberliga zwischen Altona und FCE endet 1:1. Bönningstedter siegen 2:0

Elmshorn. Eugen Igel hat schon viel erlebt im Fußball. Das 1:1 (1:1) des FC Elmshorn im Oberliga-Spitzenspiel bei Altona 93 aber brachte den Teamchef des Hamburger Meisters 2012/13 ins Schwärmen. „Es war unser bislang bestes Saisonspiel, ein Duell auf Augenhöhe mit vielen Chancen auf beiden Seiten.“

Von diesen Torgelegenheiten wurden vor 600 Zuschauern in der Adolf-Jäger-Kampfbahn nur zwei genutzt. Nach neun Minuten brachte Deniz Kaban das Heimteam in Führung, in der 15. flankte der Elmshorner Patrick Ziller von links zum einschussbereiten Patrick Scheidt – Ausgleich. Großchancen eröffneten sich Maurizio D’Urso (19.), Pascal Eggert (25.) und Milos Ljubisavljevic (85.), der kurz vor dem Abpfiff noch die Gelb-Rote Karte zu Gesicht bekam.

Gewisse Freude löste der Elmshorner Teilerfolg auch beim SV Rugenbergen aus, der mit einem 2:0 (0:0) beim Bramfelder SV an den Altonaern vorbeizog und sich auf den zweiten Rang verbesserte. „Es war das erwartete Geduldsspiel gegen eine Mannschaft, die sich kaum aus der Reserve locken lässt. Diese Aufgabe haben wir gut gelöst“, sagte der Bönningstedter Trainer Ralf Palapies.

Dennis von Bastian spielt den „tödlichen“ Pass vor Rugenbergens 1:0

Dennis von Bastian hatte die zündende Idee in der 65. Minute, als er mit seinem „tödlichen“ Pass das 1:0 von Pascal Haase vorbereitete. Haase umkurvte den Keeper und brachte den Ball dann in aller Ruhe im Netz unter. In der 71. Minute erzielte er zudem den zweiten Treffer. Torwart Dennis Schultz leistete sich keinen nennenswerten Fehler, wird aber die kommenden zwei Partien trotzdem aussetzen müssen. „Wir werden jetzt mal unseren zweiten Keeper, Jannis Waldmann, für seinen Trainingsfleiß belohnen“, kündigte Palapies an. Mit seinen 20 Jahren gilt Waldmann als Mann der Zukunft.

Noch ein Jahr jünger ist Kevin Tittel, der beim 0:0 der SV Halstenbek-Rellingen in der Auswärtsbegegnung gegen den Niendorfer TSV einen Albtraum verarbeitete. Als er letztmalig zwischen den Pfosten stand, waren die Halstenbeker gegen den SV Rugenbergen 1:7 untergegangen.

Diesmal musste Tittel wieder einspringen, weil sich die Verletzung von Stammtorwart André Alves Lopes bei einer Ultraschall-Untersuchung als Rippenbruch herausgestellt hatte.

Tittel zeigte gleich zu Beginn der Partie eine gewagte Parade, die ihm die nötige Sicherheit gab. In der Folgezeit wurde ihm die meiste Arbeit aber von den gut aufgelegten Vorderleuten abgenommen. Halstenbeks Trainer Thomas Bliemeister stand die Zufriedenheit nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. „Auch Jan Erdmann fiel kurzfristig noch aus. Unter diesen Begleitumständen kann ich über unseren Auftritt und das Resultat nun wirklich nicht meckern.“