Ellerbek

Im zweiten Spiel hat Ellerbek sein erstes Erfolgserlebnis

Die Erleichterung, die ersten Oberliga-Punkte der Saison 2013/14 eingefahren zu haben, war ebenso groß wie die Freude bei den Handballern des TSV Ellerbek.

Ellerbek. Kaum war das Schlusssignal in der heimischen Harbig-Halle ertönt, da tanzten die Spieler in den roten Trikots so ausgelassen auf dem Parkett, wie es ansonsten eher nach Auswärtssiegen üblich sind. In den 60 Minuten zuvor hatten sie Schwerstarbeit verrichten müssen, um Aufsteiger TSV Hürup mit 31:27 (17:10) zu besiegen und nach dem 20:28 gegen den DHK Flensborg zum Auftakt den drohenden Fehlstart abzuwenden.

„Hürup war genau der richtige Gegner für uns, eine Mannschaft, die einen einfachen, aber effektiven Handball spielt“, sagte Ellerbeks Trainer Michael Bollhöfer trotz zwischenzeitlicher Probleme seines Teams. Der 44 Jahre alte Coach konnte sich bis weit in die zweite Halbzeit lang entspannt zurücklehnen. Die Ellerbeker agierten hoch motiviert und dominierten das Geschehen, vor allem Tore der treffsicheren Laurids von der Lancken und Niklas Weller sorgten für eine klare Führung. Ein Übriges taten die Paraden von Torhüter Florian Knust, die den Gästen aus dem Kreis Schleswig-Flensburg den letzten Nerv raubten.

Spätestens nach Wellers 24:14, die höchste Führung im gesamten Spiel, zweifelte kaum noch einer der 200 Zuschauer am Heimsieg des TSV. Die Wende zugunsten der Gäste blieb dann auch aus, aber die kampfstarken Hüruper, die ihre letzte Chance witterten, schafften es noch einmal, sich in der Schlussphase der Partie bis auf drei Tore (29:26/57.) heranzukämpfen. Dabei profitierten die Gäste auch von Zwei-Minuten-Strafen gegen Matthias Menzel und Tarek Fejry, denen Bollhöfer starke Leistungen im Rückraum bescheinigte.

Die zwei Gesichter seines Teams gaben Gymnasiallehrer Bollhöfer aber nach Spielende zu denken. „Wir sind einfach noch nicht soweit, auf Umstellungen in der gegnerischen Deckung prompt reagieren zu können.“ Alles in allem hätte seine Mannschaft zu inkonstant agiert. „Wir waren 40 Minuten lang gut, haben uns aber auch einen 20-minütigen Aussetzer erlaubt. Genau da müssen wir künftig im Training und im Spiel den Hebel ansetzen“, sagte der Wedeler, dessen Team am nächsten Sonntag (17 Uhr) in Preetz antritt. (fwi)

Ellerbek (Aufstellung, Tore/Siebenmeter): Florian Knust, Philipp Wenzien (für einen Siebenmeter) – Till Krügel (1), Tim Blunck (1), Matthias Menzel (2), Dennis Lißner (4/1), Martin Schleßelmann (1), Niklas Weller (8), Tim Wichmann (nicht eingesetzt), Tarek Fejry (5), Laurids v.d.on der Lancken (7), Jonas Mecke (2).