Pinneberg

TBS verliert bei TuRa und drei Mann wegen verbaler Entgleisungen

Es gibt Schiedsrichter, die stellen ihre Ohren auf Durchzug. Zu denen zählt Thorsten Bliesch (Niendorfer TSV) nicht.

Pinneberg. Begleitet von zwei Gelb-Roten und einer Roten Karte verloren die Landesliga-Fußballer von TBS Pinneberg das erste Saisonspiel bei Aufsteiger TuRa Harksheide 0:1 (0:1). "Mal ein Pflaster über den Mund kleben", empfahl eine Zuschauerin.

Der eingewechselte Kadir Candir (66.) und Christopher Eibl (88.) gaben Kommentare ab, die der Unparteiische mit Gelb-Roten Karten ahndete. Als längst der Abpfiff ertönt und Trainer Haris Tahirovic schon verärgert Richtung Ausgang gelaufen war, sagte auch Sileiman Hedaiat noch etwas, das dem Unparteiischen nicht gefiel - Rote Karte. Hedaiat konnte es nicht fassen, wie zuvor auch Candir ("Ich habe doch überhaupt nichts gesagt.") und Eibl. Die aufgebrachten Diskussionen nahmen und nahmen kein Ende.

Die Pinneberger, vor der Pause noch fehlerhaft und von Malte Griese (0:1/24.) aus dem Gleichgewicht gebracht, drückten nach dem Wechsel auf die Tube. Da war Bewegung im Spiel und fast jeder Angriff gefährlich. Erster Verdruss dann in der 54. Minute, als Roberto Rodriguez im TuRa-Strafraum stürzte, Bliesch aber kein Foul sah. Dann rauften sich die KBS-Spieler die Haare, als der starke Harksheider Torwart Daniel Jeschke reaktionsschnell Großchancen von Nihat Meric (56.) und Rodriguez (71.) zunichte machte.

Neuzugang Burak Bayram ließ zwei gefährliche Fernschüsse vom Stapel, Meric rauschte knapp an Rodriguez' Flachpass vorbei. Victor Blay muss die Zunge am Gaumen geklebt haben, so wie er rannte und kämpfte. Ein Punkt wäre mindestens verdient gewesen. In der letzten Minute der Nachspielzeit landete ein Freistoß von Tugay Hayran in der Abwehrmauer. Wütend kickte Haris Tahirovic eine Pylone von seiner Coaching-Zone aufs Feld.