Wedel

Aus Rivalinnen werden bald Teamgefährtinnen

Basketball-Talente der Region gehen in der Saison 2013/14 gemeinsam auf Korbjagd

Wedel. Bei den norddeutschen Meisterschaften der U17-Basketballerinnen standen sich die Talente des SC Rist und des Ahrensburger TSV noch als Konkurrenten gegenüber. In der Saison 2013/14 allerdings werden aus Gegnern Teamkameradinnen. Die Metropolregion will im weiblichen Nachwuchsbereich die Kräfte bündeln, und dafür kooperieren SC Rist, ATSV und der SC Alstertal-Langenhorn, dessen Damenteam gerade den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte.

Schon der Projektname Metropolitan Baskets Hamburg verrät, worum es den Verfechtern der Zusammenarbeit geht. Der Großraum Hamburg soll als Standort gestärkt werden, dazu passend ist auch der Landesverband HBV mit im Boot. Ziel ist eine einheitliche strukturelle Ausrichtung aller Teams im weiblichen Jugend- und im Damenbereich.

Gundula Laabs, Jugendkoordinatorin, Damen- und Nachwuchstrainerin des SC Rist, begrüßt vor allem die Spielgemeinschaft in der U17-Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL). "In der vergangenen Saison war Hamburg dort mit unseren Mädchen und den Stormarn Wild Wings doppelt vertreten, das macht auf Dauer keinen Sinn." Das zukünftige Hamburger Topteam im weiblichen Nachwuchsbereich sollen Marc Köpp, langjähriger Coach der Wedeler Bundesliga-Damen, und die frühere deutsche Nationalspielerin Katharina Kühn betreuen. Trainer des Zweitliga-Teams ist Alexander May, der in derselben Klasse von 2009 bis 2012 mit den Rist Scala Ladybaskets (Damen-Spielgemeinschaft von SC Rist und SC Alstertal-Langenhorn) das Gros der Heimspiele am Wedeler Steinberg austrug.

Bundesliga-Mädchen tragen Heimspiele in Wedel und Ahrensburg aus

Das Domizil des SC Rist wird in der kommenden Saison im Wechsel mit Spielstätten in Ahrensburg auch Schauplatz von WNBL-Begegnungen sein. Trainieren lassen wollen Katharina Kühn und Marc Köpp ihre Schützlinge unter der Woche in zentral gelegenen Hallen in Hamburg.

Für die Talente des SC Rist ändert sich nach Auffassung von Gundula Laabs nicht allzu viel. "Die besten werden im WNBL-Team mitspielen und können sich zudem für Zweitliga-Einsätze beim SC Alstertal-Langenhorn empfehlen", sagt die frühere Nationalspielerin, die sich fortan voll auf ihre Aufgaben als Jugendkoordinatorin und als Trainerin der Wedeler Regionalliga-Damen konzentrieren will. "Das ist das Farmteam der Kooperation, und aus dieser Rolle können wir viel machen."

Voll des Lobes ist auch der Jugendwart des SC Rist, Christoph Schmalisch. "Wir freuen uns, dass die Kooperation zustande gekommen ist. So können wir den engagiertesten und talentiertesten Nachwuchs-Spielerinnen der Region die Möglichkeit geben, unter den besten Bedingungen miteinander zu trainieren und zu spielen."