Pinneberg

Der besondere Charme des Helgoland-Marathons

Knapp 400 Läufer starteten bei der 16. Auflage des Laufes um den Roten Felsen. Seriensiegerin Antje Möller ist auch diesmal erfolgreich

Pinneberg. Bei hervorragenden äußeren Bedingungen mit strahlendem Sonnenschein und mäßigem Wind bei optimalen Temperaturen fand auf Deutschlands einziger Hochseeinsel erneut eine gelungene Marathon-Veranstaltung statt, die von rund 150 ehrenamtlichen Helfern "gewuppt" wurde. Den Startschuss gab Helgolands Bürgermeister Jörg Singer.

Für die 16. Auflage des Gerolsteiner Helgoland-Marathons lagen exakt 399 Meldungen vor - so viele wie seit langem nicht mehr. Beim klassischen Marathon über 42,195 Kilometer waren es letztlich 197 Aktive, beim 5,8 Kilometer langen Mini-Marathon begaben sich 154 Aktive auf die Strecke.

Ein russisches Ehepaar hat die 8000-km-Anreise nicht bereut

Die Organisatoren konnten sich über dieTeilnahme von Läufern aus insgesamt zehn Ländern freuen. Die weiteste Anreise hatten Sergey Shirochenkow (Marathon-Finisher) und seine Frau Natalia (Mini-Marathon), die die rund 8000 Kilometer aus der fernen russischen Millionenstadt Tscheljabinsk am Rande des Urals nicht scheuten und einmalige Lauferlebnisse mit nach Hause nehmen konnten. Bei der alljährlichen Marathon-Party wurde noch der von Shirochenkow gestiftete Sonderpreis an den letzten Marathon-Finisher überreicht.

Der ausrichtende VfL Fosite Helgoland, der in diesem Jahr sein 120-jähriges Bestehen feiert, war letztlich rundum zufrieden, allen voran Cheforganisator Oke Zastrow. Der betonte einmal mehr: "Die Leute reisen immer wieder gern nach Helgoland, weil unser Marathon offensichtlich einen besonderen Charme entwickelt."

Dem konnten die meisten Läufer nur zustimmen: Man hat hier schließlich immer das Meer im Blick und läuft auf einer Mole aufs Wasser hinaus. "Und wenn alles vorbei ist, kann man einfach einen wunderschönen Anschlussurlaub antreten", hebt Oke Zastrow hervor.

Bei den Männern gab es einen deutlichen Start-Ziel-Sieg durch Stephan Malinger vom TSV 1860 Ansbach, der die Strecke (aufgrund von Bauarbeiten mussten erstmals fünf anstatt der bisherigen vier Runden gelaufen werden) in der hervorragenden Zeit von 2:58:22 Stunden absolvierte. Mit einigem Abstand folgten dahinter Thorsten Hüttemeier (Klinikum Lippe; 3:08:55) und Johannes Möller (3:11:07) vom Delligser SC (Landkreis Holzminden), der mit einer großen Delegation nach Helgoland reiste.

Damen-Siegerin lief die zweitschnellste jemals erzielte Zeit bei den Frauen

Prächtig in Form war auch wieder die Seriensiegerin der Jahre 2009 bis 2012, Antje Möller vom ASV Duisburg, die mit einer Zeit von 3:11:06 Stunden einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg feierte. Mit dieser Zeit, die zweitbeste jemals auf Helgoland gelaufene bei den Frauen, belegte Möller auch Rang drei im Marathon-Gesamteinlauf, das heißt, sie musste nur zwei Männern den Vortritt lassen. Mit dem erneuten Triumph auf Helgoland feierte die routinierte Duisburgerin bereits ihren 25. Marathon-Erfolg bei insgesamt rund 40 Starts.

Die Plätze zwei und drei bei den Frauen belegten Katrin Grieger (Triabolos Hamburg; 3:30:25) sowie Marion Wittler (TSVE Bielefeld; 3:41:11). Sieger beim Mini-Marathon der Männer wurde David Joswig ("Töpenlöpers") in einer Zeit von 25:48 Minuten.

Gleich zwei der drei Podiumsplätze bei den jugendlichen Teilnehmerinnen gingen an den gastgebenden VfL Fosite. Platz eins erreichte Neele Oelrichs (26:56), Platz drei ging in einer Zeit von 28:10 an Rebecca Störmer. Über den zweiten Platz freute sich Franziska Uphoff (TKW Nienburg), die nur eine einzige Sekunde später als die Erstplatzierte Neele Oelrichs die Ziellinie passierte.

Ältester Teilnehmer war mit 73 Jahren Klaus Peschke vom LT SC Bad Münder in einer beachtlichen Zeit von 4:49:16.