Pinneberg

VfL gerät durch 2:3 bei BU stark in Bedrängnis

Manfred Kirsch nimmt kein Blatt vor den Mund.

Pinneberg. "Ich mache mir größte Sorgen. Es ist fünf vor zwölf", sagt der Fußball-Vorstand des VfL Pinneberg. 2:3 (0:1) geschlagen kehrten die Oberliga-Fußballer aus der Kreisstadt vom Gastspiel beim bisherigen Drittletzten SV Barmbek-Uhlenhorst, der sechsmal nacheinander nicht gewonnen hatte, zurück.

"Leichtere Gegner werden wir diese Saison nicht mehr bekommen", fürchtet Kirsch, dem schon vor dem Nachholspiel am Dienstag, 9. April, um 18 Uhr beim zurzeit gut aufgelegten TSV Buchholz 08 graut. Trainer Michael Fischer rätselt, wie er bis dahin eine frische Mannschaft auf die Beine stellen soll. In Barmbek musste er schon auf die Mittelfeldspieler Tugay Hayran (verletzt) und Jan Eggers, bei dem Verdacht auf einen Hörsturz besteht, auskommen. Was ist mit den Akteuren, die wochentags normalerweise bis 17 Uhr in Lohn und Brot stehen? Richtungsweisend wird die Heimpartie am Sonntag, 14. April, gegen den Bramfelder SV.

Mit einem verunglückten Rückpass verursachte Florian Holstein ein Durcheinander im VfL-Strafraum, aus dem letztlich das 0:1 resultierte (20.). Sören Badermann schoss den Ball nach einem Querpass von Fabian Knottnerus aus sechs Metern über das leere Tor und vergab so den Ausgleich (50.). Nach weiteren Gegentoren in der 58. und 63. Minute schien sich auf dem Rasen an der Steilshooper Straße, der eher die Bezeichnung "Kartoffelacker" verdiente, gar ein Debakel anzubahnen.

Flemming Lüneburg mit einem Zwölfmeter-Schuss (68.) und Thomas Koster mit einem verwandelten Handelfmeter (75.) hielten den VfL aber im Spiel. Zu mehr reichte es nicht, zumal sich Ömür Kaplan wegen eines Fouls in höchster Not noch die Gelb-Rote Karte einhandelte (83.).