Uetersen

Es gibt noch Hoffnung

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Abstiegsbedrohte Hamburg-Liga-Handballer des TSV Uetersen holen 23:23. Sieg für HSG Pinnau

Uetersen. Die Handballmänner des TSV Uetersen (Hamburg-Liga) wussten nicht, ob sie lachen oder weinen sollten. Einerseits hatten sie nach einem 8:15-Rückstand im Heimtreffen gegen den TuS Aumühle eine tolle Aufholjagd geboten. Andererseits mussten sie nach einer 23:21-Führung zwei Minuten vor Schluss mit einem 23:23 (8:13) zufrieden sein.

Löblich war die Moral der Mannschaft, die in der Rückrunde (9:9 Punkte) mächtig Boden gut machte. Etliche Nachlässigkeiten vor der Pause verdeutlichten allerdings, warum sie überhaupt in ihre missliche Lage geraten ist. TSV-Trainer Marc Neumann bemühte sich, den positiven Aspekt der spannenden 60 Minuten herauszukehren: "Jetzt beträgt der Abstand zum Drittletzten HG Hamburg-Barmbek II nur noch einen Punkt."

Dankbarkeit ernteten die Torhüter Hendrik Janert und Benjamin Boje, der zwar nur wenige Momente auf dem Parkett stand, dabei aber einen Siebenmeter abwehren konnte. Torben Lötje glückte der 500. Saisontreffer. Die Hoffnung, den Tabellennachbarn doch noch überflügeln und dadurch den Abstieg vermeiden zu können, besteht damit weiterhin. Ein Sieg in den restlichen zwei Begegnungen beim Norderstedter SV und AMTV Hamburg reicht vielleicht dabei schon. Die Barmbeker dürfen zwar noch vier Partien bestreiten, bekommen es dabei aber mit drei Teams aus dem Kreis Pinneberg sowie Spitzenreiter SG Hamburg-Nord zu tun.

Die Solidarität der Region scheint dem TSV gewiss zu sein. Sascha Burmeister, Coach der HSG Pinnau , interessierte sich jedenfalls brennend für das Resultat aus der Seminarstraße . . . Der Auftritt des eigenen Teams geriet erwartungsgemäß zum Selbstgänger. Der einst so ruhmreiche Hamburger SV unterlag den Handballern des TSV Prisdorf und VfL Pinneberg glatt 20:26 (7:14). Stürme der Begeisterung lösten die Gastgeber am Fahltskamp aber nicht aus.

"Der Gegner war relativ schwach und ohne Motivation", sagte Burmeister. Im zweiten Durchgang habe man das Spiel nur noch "verwaltet" und sich bei den Tempogegenstößen eine Menge technischer Unsauberkeiten und Fehlwürfe geleistet.

Die Abwehr indes packte stets ordentlich zu. Was aus der zweiten Reihe auf sein Tor flog, wurde zumeist Beute von Marco Simonsen, der aufgrund einer Rückenverletzung von Malte Hoeft durchspielte. Interessant war, dass der Tabellenletzte fünf Siebenmeter zugesprochen bekam, die HSG Pinnau jedoch keinen. Der Aufsteiger ist jetzt vorn im Pulk von fünf Mannschaften, die mit jeweils 18 Zählern das Mittelfeld der Staffel bilden.

( (wh) )

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