Ellerbek

Ellerbeks Handball-Frauen vor einem Endspiel in der Oberliga

| Lesedauer: 3 Minuten
Karsten Jaeger

Ellerbek. Pokalkampf und gleichzeitig Konzentration auf die Punktspiele: Wenn die Handball-Frauen des TSV Ellerbek an diesem Dienstag, 19. März, im Hamburger Pokal-Halbfinale auf den Ahrensburger TSV treffen (19.30 Uhr, Harbig-Halle), denken die Spielerinnen und Trainer Timo Jarama auch schon an die bevorstehende, wichtige Aufgabe in der Oberliga gegen den neuen Tabellenführer HSG Kropp/Tetenhusen (Sonntag, 16 Uhr). Nachdem der ATSV Stockelsdorf am Wochenende beim TSV Wattenbek strauchelte (22:23), gilt nunmehr die HSG als Topfavorit auf die Meisterschaft in der Oberliga.

Das Team strahlt nicht mehr die Dominanz der Hinrunde aus

Beide Partien jeweils siegreich zu beenden, wird für die Ellerbekerinnen angesichts einer nicht optimalen personellen Situation nicht einfach sein. Vor allem die Begegnung gegen die punktgleiche HSG Kropp/Tetenhusen (beide 36:8) dürfte den Gastgeberinnen alles abverlangen. Nicht nur, dass Ellerbek im Hinspiel beim 22:35 ganz schlecht aussah. Die Dominanz der Hinrunde sei inzwischen definitiv weg, beschreibt Coach Jarama den derzeitigen Leistungsstand und das Potenzial der TSV-Frauen. Alles am Fehlen von Leistungsträgerin Svenja Rix-Müller (schwanger) festzumachen, wäre sicherlich die falsche Reaktion. "Sollte uns gegen Kropp keine Steigerung gelingen, droht uns sogar ein absolutes Debakel in eigener Halle", sagt Timo Jarama.

Beim Erfolg gegen Jörl gab es Fehler in Hülle und Fülle

Dennoch hat die Mannschaft nach wie vor die Chance, in den noch ausstehenden vier Saisonspielen den Aufstiegskampf zu beeinflussen und oben dran zu bleiben. Dass die Truppe in ihren Leistungen stagniert, zeigte sich wieder einmal im Heimspiel gegen den TSV Jörl-Doppeleiche-Viöl. Mit Ach und Krach langte es am Ende zu einem glanzlosen 28:25-Erfolg, nachdem die Gastgeberinnen zum Seitenwechsel sogar noch mit 15:17 in Rückstand gelegen hatten.

Ein beträchtliches Manko an diesem Tag war, dass der TSV Fehler in Hülle und Fülle machte: 30 Fehlwürfe und 13 technische Fehler sprechen eine deutliche Sprache - im negativen Sinne (Timo Jarama: "Wir müssen uns noch mal das Video anschauen und die Fehler herausarbeiten"). Wie schon in den Spielen zuvor musste die Mannschaft Rückständen nachlaufen, einmal betrug er sogar fünf Tore. Zum Glück hatten die Gastgeberinnen zwei Torhüterinnen, die Schlimmeres verhinderten: In der ersten Halbzeit überzeugte Juliane Mohr mit mehreren guten Paraden, in Halbzeit zwei hielt Neuverstärkung Laura Ristau in einer wichtigen Phase einen Siebenmeter.

Im Pokalspiel gegen den Hamburg-Ligisten aus dem Kreis Stormarn (derzeit Platz sechs) wollen die Ellerbekerinnen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Die TSV-Frauen spekulieren darauf, schnell einige Treffer vorlegen zu können, um danach frei aufspielen zu können. Mit Mareike Dahms wird die Mannschaft ein weiteres Mal Unterstützung aus den zweiten Damen erhalten.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport