VfL-Volleyballer sind den zweiten Platz los

Überraschungssiegen gegen Topteams folgt ein 2:3 bei Angstgegner Norderstedt

Pinneberg. Den Berliner VV, bislang Tabellendritter der Dritten Liga Nord, haben die Volleyball-Männer des VfL Pinneberg schon zweimal besiegt, dem Aufstiegsfavoriten SV Lindow/Gransee unlängst die erste Saisonniederlage beigebracht. Nur mit dem Nachbarn und jahrelangen Regionalliga-Konkurrenten VC Norderstedt klappt es einfach nicht. Dem 0:3 in der Hinrunde ließen die Pinneberger nun beim Wiedersehen in der Moorbek-Halle binnen 118 Minuten ein 2:3 (22:25, 25:19, 22:25, 25:23, 10:15) folgen.

Bestraft wurden die Gäste dafür gleich doppelt. Den zweiten Tabellenplatz mussten sie an den Berliner VV (ebenfalls 20:8 Punkte, besseres Satzverhältnis) abtreten, zudem kann es nun nicht mehr wie geplant gelingen, gegen jeden Gegner mindestens eine Partie für sich zu entscheiden. Von Beginn an hatte das Gästeteam um Kapitän Daniel Pötz Probleme, ins Spiel zu finden. Daran änderte auch der Umstand, dass die Pinneberger zweimal den Satzausgleich schafften. "Wir haben durch die Bank nicht unsere Leistung abrufen können", sagte Pötz, der vor allem Abstimmungsprobleme bemängelte. "Mit einer durchschnittlichen Leistung gewinnst du nicht bei einem starken Gegner wie Norderstedt."

Die Gastgeber ließen sich selbst dadurch nicht aus dem Konzept bringen, dass sich die Gäste in den Tiebreak retteten. Von den neun vorangegangenen Entscheidungssätzen auf 15 Punkte hatten die Pinneberger in unterschiedlichen Spielklassen 14 gewonnen, aber auch dieses Trumpf-Ass stach im Nachbarkreis nicht. "Nach dem 5:5 haben sich die Norderstedter immer deutlicher abgesetzt", sagte VfL-Zuspieler Sebastian Rieck, nach dessen Auffassung in Norderstedt das Gesamtpaket nicht stimmte. "Wir haben schlecht geblockt und angenommen, viele kleine Fehler gemacht und uns bei schwierigen Bällen nicht vernünftig abgestimmt."

Leid taten den Pinnebergern vor allem die Anhänger ihres Teams, die sie nach Norderstedt begleitet und auf den spärlich besetzten Rängen für Heimspiel-Atmosphäre gesorgt hatten. "Es waren locker 60 Prozent Pinneberger auf der Tribüne, die hätten wir gerne mit einem Sieg belohnt", sagte VfL-Coach Joachim Müller. Wer bei den letzten beiden Drittliga-Auftritten der VfL-Volleyballer in der Saison 2012/13 dabei sein will, muss sich auf eine längere Anfahrt einrichten. Am 23. März gastieren die Pinneberger beim SV Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern, exakt einen Monat später (23. April) beim Oststeinbeker SV. Optimistisch sieht diesen Partien VfL-Außenangreifer Chris Copf entgegen. "Wir haben noch zwei Spiele, die wollen wir beide gewinnen und, da bin ich sicher, die werden wir beide gewinnen."

Satzergebnisse (aus Pinneberger Sicht): 22:25, 25:19, 25:22, 23:25, 10:15.

VfL Pinneberg: Tobias Kranich,Daniel Pötz, Sebastian Rieck, Christian Rieck, Peer Grube, Janosch Maas, André Kulisch, Lars Lydorf, Stephan Wendt, Maurice Camplair, Chris Copf, Lars Rückborn.