Rist-Basketballer reisen geschwächt nach Wolfenbüttel

Am Sonnabend gilt es für die Pro-B-Basketballer des SC Rist einmal mehr, sich nach der frühzeitigen Playoff-Qualifikation für die Aufstiegsrunde zu positionieren.

Wedel. Um 17 Uhr gastieren die Wedeler (Tabellenzweiter/24 Punkte) bei den Herzögen Wolfenbüttel, denen als Zehnter (zehn Zähler) der Gang in die Playdowns droht.

Nicht nur deshalb erwartet Rist-Headcoach Sebastian Gleim in Niedersachsen auf einen Gegner zu treffen, der in der Schlussphase der regulären Saison alles geben wird. Die Formkurve der Herzöge zeigte zuletzt steil nach oben. "Wolfenbüttel hatte Spitzenreiter Schwelmer Baskets beim 74:79 am Rand einer Niederlage und hat zuletzt gegen Recklinghausen 100:81 gewonnen", sagt der 28 Jahre alte Wedeler Trainer. Einen guten Griff taten die Wolfenbüttler mit Verpflichtungen aus den USA. Der kleine und schnelle Aufbauspieler William Lamonte Thomas erzielte gegen Recklinghausen 31 Punkte, holte zudem sieben Rebounds und traf wie Landsmann Demetrius Ward dreimal aus der Ferndistanz. Routiniers wie Henje Knopke und Frank Theis stabilisieren das Herzöge-Team.

Aber auch die Wedeler sehen sich auf einem guten Weg, ihr nach oben korrigiertes Saisonziel (Platz unter den ersten vier der Abschlusstabelle) zu erreichen. "Wir haben jetzt dreimal in Folge gewonnen, mit drei weiteren Siegen hätten wir es wohl geschafft", sagt Sebastian Gleim, den jedoch Personalsorgen plagen. Paul Owusu (Adduktorenprobleme) und der erkrankte Marvin Boadu fallen aus. Fraglich ist zudem das Mitwirken des erkälteten Mannschaftskapitäns Harold August Johnston. "Augies Chancen auf einen Einsatz stehen 50:50", sagt Sebastian Gleim, der etwaige Ausfälle aber nicht als Ausrede gelten lassen will. "Dann müssen eben andere in die Bresche springen."