Pinneberg
Handball

Esingens Männern fehlen Routine und Durchschlagskraft

Hamburg-Liga-Team unterliegt St. Pauli. Ellerbeker siegen 29:24

Tornesch/Ellerbek. Der Handball-Lehrstunde im DHB-Pokal gegen Zweit-Bundesligist VfL Bad Schwartau (44:11, die Pinneberger Zeitung berichtete) folgte für die junge Hamburg-Liga-Mannschaft des TuS Esingen gleich die nächste Lektion - und eine ganz bittere dazu: Vor 200 Zuschauern unterlagen die Tornescher im Punktspiel dem keineswegs besseren, dafür aber clevereren FC St. Pauli in der Halle der Klaus-Groth-Schule 23:26 (9:13).

"Wir haben uns selbst geschlagen", befand Esingens für gewöhnlich mitspielender Co-Trainer Jan-Henning Himborn, den indes die Folgen einer Meniskus-Operation zum Zuschauen neben Chefcoach Kay Germann zwangen. Auch der sah mit Grausen, dass den Tornescher Youngstern allzu oft die Ruhe im Angriff und damit die Durchschlagskraft fehlte. Überhastete Abschlüsse verhinderten womöglich auch die Wende, als sich die Heimmannschaft Mitte der zweiten Halbzeit noch einmal auf ein Tor herangekämpft hatte (17:18), dann aber "zweimal hintereinander den Ball wegwarf" (Himborn). Letztlich konnten die Tornescher, bei denen mit dem neunfachen Torschützen Dennis Lißner nur ein einziger erfahrener Rückraumakteur mitwirkte, weder vom Fehlen des "Pauli"-Routiniers Klaus Häfele (vormals TSV Ellerbek), der auf Klassenreise weilte, noch vom frühzeitigen Ausschluss von Christian Clausen nach dessen dritter Zwei-Minuten-Strafe profitieren. Auf die Wende zum Besseren hoffen die Tornescher am kommenden Sonnabend. Dann stellt sich allerdings um 18 Uhr der aktuelle Tabellenzweite HG Norderstedt in der Halle der Klaus-Groth-Schule vor.

Der zweiten Mannschaft des TSV Ellerbek gelang es unterdessen, wie von Trainer Marcus Kröning erhofft, beim Ahrensburger TSV den ersten Saisonsieg einzufahren. Die Begeisterung des Coaches hielt sich nach dem 29:24 (13:12) indes in Grenzen: "Wir haben zwei Punkte geholt, hätten aber viel höher gewinnen müssen."

Dabei glichen sich beide Halbzeiten in Ahrensburg: Die Ellerbeker gaben zu Beginn jeweils Gas und warfen eine deutliche Führung heraus, aber dann, so Kröning, "haben wir jeweils zwei Gänge zurückgeschaltet." Das war zwar gar nicht im Sinne des Trainers Coaches, aber vielleicht sparten die Ellerbeker dadurch ja Reserven für das Heimspiel am kommenden Sonntag (16 Uhr, Harbig-Halle) gegen den Buxtehuder SV.

Tore/Siebenmeter: Esingen: Dennis Lißner (9/2), Lennart Haas (6/1), Timo Kreckwitz (3), Nils-Oliver Himborn, Daniel Quilitzsch (je 2), Jonathan Karow (1), Ellerbek II: Fabian Trox (8/5), Christian Brandt (6), Yannik Giles (6/1), Jacob Wehmeier (4/1), Sebastian Strahl (2), Niels Joentvedt, Tobias Letzner, Tobias Wichmann (je 1).