Pinneberg

Zwei Eimer Wasser im Rücken: Das werden die Spieler büßen

Wie VfL-Coach Fischer auf lockeren 10:1-Test in Appen reagiert

Pinneberg. Bei den Landesliga-Fußballern des VfL Pinneberg spricht Michael Fischer von einer "Verschwörung" gegen seine Person. Als sich der Coach im Anschluss an das 10:1 (6:0) im Testspiel beim TuS Appen (Kreisliga) für einen Moment von seiner Mannschaft abwendete, klatschten jedenfalls zwei Eimer Eiswasser an seinen Rücken. Amüsiert guckten die Spieler in die Luft und keiner wollte es gewesen sein. "Das werdet ihr mir büßen", drohte Fischer. Am nächsten Tag stand ja noch "Treppensteigen" im Liether Gehölz auf dem Programm.

Ganz so ernsthaft ging es zwischendurch also nicht zu während der für Fischers Begriffe wichtigsten Phase in der Vorbereitung auf die bevorstehende Punktrunde. Umso seriösere Arbeit lieferten Mannschaft und Trainer während ihres zweitägigen Trainingslagers ab. Es begann schon damit, dass sich die Spieler am Sonnabend um 8 Uhr im Stadion am Rosengarten trafen und dort etliche Runden auf der Aschenbahn und im benachbarten Fahlt drehten.

"Es ist eine Freude, sie spielen zu sehen", schwärmte dann der bisherige Ligaobmann Manfred Kirsch von den Darbietungen beim Sieg in Appen, wo Dirk Hellmann (5), Christopher Dobirr, Christian Koster, Thomas Koster, Steve Carstensen und Torben Reibe mit ihren Treffern Entzücken auslösten. "Man darf ja nicht vergessen, unter welchen Bedingungen wir angetreten sind", gab Fischer zu bedenken.

Der Trainer sprach die enorme Luftfeuchtigkeit und die brütenden Temperaturen auf dem Rasen am Diestelkamp an. Betreuer Willi Ketterer mischte pausenlos Elektrolyt-Getränke, dazu standen die 1,5-Liter Mineralwasser-Flaschen vom Discounter hoch im Kurs.

Am Ende des Tages hatten die Pinneberger, die am Mittwoch um 19.30 Uhr bei der Reserve des SC Egenbüttel antreten, rund 120 Liter an Flüssigkeit zu sich genommen. Erst recht hing natürlich den Appenern die Zunge aus dem Hals. Kurz vor dem Abpfiff war Lasse Kaland der Torerfolg der Gastgeber vergönnt.

Der Pinneberger Staffelrivale TSV Uetersen verzichtete unterdessen darauf, seinen Vergleich mit dem TSV Buchholz 08 auszutragen. Als Gründe gab Trainer Peter Ehlers die Hitze und gleichzeitig zu große personelle Probleme an.