Pinneberg
Tischtennis

Ein bisschen mehr Glück hat gefehlt

Bei den norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften der Schüler und Jungen verpassen der TSV Wedel und TTC Seeth-Ekholt die DM-Teilnahme

Wedel. Die Tischtennis-Schüler des TSV Wedel (4. Platz) und die Jungen des TTC Seeth-Ekholt (5. Platz) teilten ein und dasselbe Schicksal: Bei den norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften mischten sie nicht nur hervorragend mit, sondern hätten mit einem Hauch von Glück sogar die Vizemeisterschaft erringen und sich damit für die "Deutschen" Ende des Monats qualifizieren können. Unterschiedlich fielen allerdings die Stellungnahmen aus.

Wedeler brauchten einen Tick mehr Ausgeglichenheit

"Unser Nachwuchs war schon sehr enttäuscht, dass es nichts mehr geworden ist", sagte der erste SE-Jugendwart Oliver Großcurth im Anschluss an die Ausfahrt nach Helmstedt. Benedikt Heinrichowski aus Pinneberg (23), seit September 2009 beim TSV Wedel Nachfolger des verdienten Rolf Pagel als Trainer, blickte nach den zwei Veranstaltungstagen in Birkenwerder (Brandenburg) der Realität ins Auge: "Es war nun einmal ein Teamwettbewerb und da waren die besten Drei als Mannschaft einen Tick stärker als wir. Aber alle haben ihr Bestes gegeben und mit dem vierten Rang können wir wirklich zufrieden sein."

TSV-Talent Lukas Beil verliert mehrere Male unglücklich

Mit Julian Malz und Leon Paul Gerlach (je 14), die insgesamt nur dreimal verloren, stellten die Wedeler sogar das beste obere Paarkreuz des Wettkampfs. Einen Leistungsabfall gab es dann schon an Position drei, wo der bei den Hamburger Meisterschaften überzeugende Lukas Beil (15) diesmal mehrere unglückliche Niederlagen bezog.

Einmal allerdings zeigte Lukas riesengroße Kämpferqualitäten. Als die Wedeler Mannschaft nämlich im Vorrundenspielspiel gegen den SV Medizin Stralsund (5:5) seinen Sieg zum Weiterkommen benötigte, da gelang ihm ein 21:19 im entscheidenden fünften Durchgang.

Zuvor hatten die Wedeler gegen den späteren Meister CfL Berlin 65 4:6 verloren und Schleswig-Holsteins Meister TSV Bargteheide 6:2 bezwungen. In der Endrunde folgten noch ein 5:5 gegen den VfB Peine und ein 4:6 gegen den Hohen Neuendorfer SV. Erfolglos gingen in all diesen Partien noch die abwechselnd eingesetzten Niclas Kreutner, Nisse Thüne (je 10) und Konrad Jänisch (9) vom Tisch, doch wer mehr erwartet hatte, der muss einmal ihr Alter bedenken.

"Sie verbessern sich ständig und wenn sie so weitermachen, dann schaffen wir vielleicht 2011 die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften", wirft Benedikt Heinrichowski einen optimistischen Blick voraus. Ein weiterer Titel nach der Hamburger Meisterschaft ist schon zeitnah drin, nämlich bei der Pokal-Endrunde am Sonnabend in Niendorf (Sachsenweg).

Die Seeth-Ekholter machten es zunächst mindestens ebenso spannend wie die Wedeler. Außer einem 6:0 über den ESV Prenzlau und einem 5:5 gegen Hannover 96 gab es in der Vorrunde noch ein 4:6 gegen den Meiendorfer SV, wobei Bennet Kühne und Lars Hilbig insgesamt drei hauchdünne Niederlagen im fünften Satz bezogen.

Seeth-Ekholts Nachwuchs empfiehlt sich schon für die Herrenteams

"Ärgerlicher hätte es nicht laufen können", sagte Oliver Großcurth, um dann von der Einstellung der Jungs in den Platzierungsspielen gegen Werder Bremen (6:0) und Stahl Brandenburg umso begeisterter zu sein. Bennet Kühne, Marko Kühne, Torben Wieckhorst, Lars Hilbig und Erik Sahlmann (noch Schüler) werden ihr schon vorhandenes Können ab der nächsten Serie in den TTC-Herrenteams beweisen.