Pinneberg
Fußball: Trainer über 40 Jahre Holsatia-Mitglied

Urgestein macht die Jungen im Abstiegskampf fit

In der Bezirksliga zeigt sich zum Auftakt: Die Duelle um den Klassenerhalt sind brisant. Auch Haseldorf und Egenbüttel II gefährdet.

Elmshorn. "Wenn ich etwas anfange, dann bringe ich es auch zu Ende": Das ist der Standpunkt des Heinz Peter Meyn (52), der bei den Bezirksliga-Fußballern von Holsatia/EMTV gemeinsam mit Jörn Boelter als Interimscoach eingesprungen war und sich in der Winterpause fest vom Vorstand verpflichten ließ. Über den "Anfang vom Ende" konnte man nicht meckern: Erstmals in alleiniger Verantwortung des früheren Klasse-Torhüters, der fünf Jahre bei Göttingen 05 in der 3. Liga einhütete, besiegten die Elmshorner den SV West Eimsbüttel 2:0 (1:0). Zouheir Ashrafi (13.) und Alexander Bota (88.) sorgten mit ihren Toren für wichtige Punkte im Abstiegskampf der Staffel West. Ob er über die Saison hinaus für das erste Herrenteam (Viertletzter) tätig sein wird, lässt Ur-Holsate Meyn - seit über 40 Jahren Vereinsmitglied - allerdings offen.

Ein "runder" Spieltag war es nicht für Holsatia/EMTV. Schließlich machte auch der Drittletzte TV Haseldorf mit einem 2:1 (1:0) auswärts über den TSV Sparrieshoop Boden im Kampf um den Klassenerhalt gut. TVH-Trainer Stefan Dösselmann erfreute sich am neuen Torwart Tim Brüggemann (kam vom Kummerfelder SV), der den Klein Offensethern lediglich einen Torerfolg von Dennis Vogt (1:1/73.) gestattete. Zudem überragte bei den Gästen Timo Badermann, der einen von Sascha Meß an Oke Sörensen verschuldeten Foulelfmeter zum 0:1 verwandelte (35.) und den Siegtreffer von Martin Skowronek per Kopf mit seiner Flanke vorbereitete (74.).

Damit überholten die Haseldorfer schon einmal den SC Egenbüttel II , der beim 1:2 (1:0) auswärts gegen Tabellenführer TSV Stellingen 88 knapp an einer Überraschung vorbeischrammte. Einem herrlichen Freistoßtor von Alexander Levern (38.) stand ein Stellinger Doppelschlag (55./56.) gegenüber. SCE-Trainer Uwe Vollmer sah gute Ansätze, die es allmählich aber in etwas Zählbares zu verwandeln gilt.

Mit zehn Punkten Vorsprung auf die Haseldorfer sind die Teams des SuS Waldenau und von Blau-Weiß 96 fast aller Sorgen ledig. Der eingewechselte Nachwuchsstürmer Ricky Voß machte eine Viertelstunde vor Schluss das 1:0 der Pinneberger über den Kummerfelder SV perfekt. Für die Schenefelder hatten beim 2:0 (2:0) über den SV Rugenbergen II Sergiy Dovgopol - folgt Trainer Werner von Bastian am Saisonende zu Germania Schnelsen II (7.) - und Martin Klaus per Freistoß (43.) Erfolg.

Wunschlos glücklich kehrte die Verlegenheitself des FC Elmshorn II aus Niedersachsen zurück. Edon Bajra , Feyyaz Kilic sowie ganz zum Schluss Ricardo Medina (88.) und Marcus Fischer (90.) hatten das 4:2 (1:2) beim Buxtehuder SV II gesichert. Beim 2:3 (1:2) von Union Tornesch auf dem Kunstrasen des TSV Niendorf II war Sebastian Rose (0:1/15., 2:2/50.) zweifacher Torschütze der Gäste. Torwart Thomas Pohl reklamierte vergeblich, vor dem entscheidenden dritten Gegentor (82.) gerempelt worden zu sein.