Pinneberg
Handball

22:23 in Neubrandenburg raubt dem TSV-Trainer den Schlaf

Restlos bedient war Handballtrainer Andreas Rastner (TSV Ellerbek) nach dem 22:23 (13:13) der von ihm betreuten Regionalliga-Männer beim bisherigen Vorletzten SV Fortuna Neubrandenburg.

Ellerbek. "Ich kann jetzt bestimmt drei Nächte nicht schlafen", grantelte der gebürtige Wiener. In Mecklenburg-Vorpommern hatte sein Team (Tabellen-Elfter/16:24 Punkte) den entscheidenden Gegentreffer drei Sekunden vor Schluss kassiert und einen Rückschlag im Kampf um die Qualifikation für die neue 3. Liga hinnehmen müssen, der nur dadurch etwas abgeschwächt wurde, dass die meisten unmittelbaren Konkurrenten ebenfalls verloren.

Schlecht geträumt haben dürften auch einige TSV-Akteure, allen voran Torhüter Tobias Laupichler, der von zwei Siebenmetern abgesehen 60 Minuten zwischen den Pfosten stand, mehr als ein Dutzend Paraden zeigte und dann kurz vor Schluss durch einen Wurf des Neubrandenburger Rechtsaußen "aus absolutem Nullwinkel" (Rastner) überwunden wurde. Elf Sekunden zuvor hätte Ellerbeks Linksaußen Jonas Mecke, dem sein Coach ebenfalls eine starke Leistung bescheinigte, die Partie entscheiden können, scheiterte aber freistehend am Fortunen-Torwart.

"Es war wieder einmal die Ansammlung kleiner Fehler, die dafür gesorgt hat, dass sich die Jungs nicht selbst belohnt haben", haderte Rastner. "Wir haben oft geführt, aber den Sack nicht zugemacht." Zugleich gab's vom 41-Jährigen Anerkennung für den Gegner, der dem TSV wie schon bei dessen 31:28-Sieg in Ellerbek alles abverlangte: "Ich wundere mich, dass Neubrandenburg so weit unten steht."

Neben zwei verlorenen Punkten beklagten die Ellerbeker zudem zwei Verletzte. So knickte Rouven Alimi unglücklich um, und Rechtsaußen Ole Stabick wurde beim Torwurf von einem Gegenspieler rüde gefoult und knallte mit dem Kopf auf den Hallenboden. Zwar wurde diese Aktion mit einer Roten Karte für den Neubrandenburger geahndet, aber ansonsten, so Rastner, wurde den Gästen von den Unparteiischen "nichts geschenkt".

Zurück in die Erfolgsspur will und muss der TSV am Sonnabend (19.30 Uhr, Harbig-Halle) gegen Schlusslicht LHC Cottbus finden. Dann gilt es laut Rastner auch zu zeigen, dass aus der Niederlage in Neubrandenburg die richtigen Lehren gezogen wurden: "Wir müssen bis zum Schluss voll konzentriert sein."

Spielverlauf: 0:1, 5:5, 8:6, 8:8, 11:9, 11:11 - 13:13, 15:16, 19:21, 20:22, 21:22, 23:22.

Ellerbek (Tore/Siebenmeter): Tobias Laupichler, Björn Rose, Philipp Wenzien (n. e.) - Bastian Blietz (5), Rouven Alimi (2), Ole Stabick, Fokko Erdmann (1), Andreas Butzmann (3), Lars Klüttermann (7/5), Tobias Knösel (n. e.), Christian Brandt, Tarek Fejry (1), Oliver Müller (1), Jonas Mecke (2).