Pinneberg
Fußball-Landesliga

Eine klare Sache für die willigere und frischere Mannschaft

SV Rugenbergen stürzt den Nachbarn FC Elmshorn mit 4:0 in höchste Abstiegsnot.

Elmshorn/Bönningstedt. Hinterher im Klubhaus begrüßte Ralf Palapies Weggefährten von früher, als er noch für Raspo Elmshorn die Stiefel schnürte. Die längst bei der SV Halstenbek-Rellingen gelandeten Hans Jürgen Stammer und Thomas Berg waren da, Kuddl Mumm durfte natürlich nicht fehlen und dann schüttelte Palapies auch Spielervater Klaus Eymers die Hand. Ansonsten aber war die Rückkehr mit dem SV Rugenbergen an den Schauplatz schöner sportlicher Erfolge und mancher rauschender Feier für den Trainer der Bönningstedter Landesliga-Fußballer mit keinerlei Sentimentalitäten verbunden. "Mit Raspo-Nachfolger FC Elmshorn habe ich nichts am Hut", betonte Palapies und genau so spielte sein Team dann. Mit einem 4:0 (3:0)-Erfolg stürzten die Gäste den FCE in größte Abstiegsnot.

"Rugenbergen war williger und frischer", räumte FCE-Coach Papa Ndiaye ein. Seine euphorische Aussage nach fünf Spielen ohne Niederlage zu Beginn seiner Tätigkeit an der Wilhelmstraße ("In unserem Kader steckt für den Abstieg zu viel Qualität.") musste der Senegalese inzwischen korrigieren. Vom Vorstand erwartet er grünes Licht, während der Winterpause noch einen Abwehr- und einen Mittelfeldspieler verpflichten zu dürfen. Schon für das nächste Spiel beim SC Sperber könnte sich endlich der schon Ende August dazu geholte Salih Bozkurt (Trainingsrückstand) als Alternative anbieten.

Entschieden war die Partie bereits beim Seitenwechsel. Zehn Minuten waren erst absolviert, als Sebastian Obe nach Vorarbeit von Dennis von Bastian und Jan Knoefel das 1:0 der Bönningstedter erzielte. Nach einem Foul an Maik Grabow gab es in der 27. Minute Freistoß für Rugenbergen, den Tim Weber aus 18 Metern zum 2:0 einschoss.

Zehn Minuten später war Grabow wieder Opfer, als ihn nämlich Sebastian Worbs in die Werbebande rempelte. Worbs sah die Gelbe Karte und wurde von Ndiaye aus Angst vor einem Platzverweis sofort gegen Dalibor Krtinic ausgetauscht. Zuvor hatte Niklas Kowski den fälligen Elfmeter zum 3:0 verwandelt.

Mit dem eingewechselten Veton Hajrizi waren die Elmshorner im zweiten Durchgang um ein bisschen mehr Spielkultur und mehr Torgefahr bemüht. Über Ansätze kamen sie allerdings nicht hinaus. Statt dessen schraubte Jan Knoefel das Resultat in der 76. Minute weiter in die Höhe. Für die Bönningstedter Mannschaft war es die perfekte Einstimmung auf das Gastspiel am kommenden Sonntag bei Tabellenführer Germania Schnelsen.