Pinneberg
Inline-Skating

Pfeilschnell über die Betonpiste

Zum zweiten Mal lädt die Halstenbeker TS zu ihrem "Track Race" ein - und wird mit 200 Meldungen förmlich überrannt.

Halstenbek

Da sage noch einer, Inline-Skating sei out. Die schnellen Flitzer der Halstenbeker Turnerschaft wurden bei ihrem zweiten Track-Race jedenfalls von Aktiven aus ganz Norddeutschland geradezu überrollt. Es war jedenfalls schon weit nach 21 Uhr, als auf ihrer 250-Meter-Rundbahn am Bickbargen die letzten Teilnehmer ins Rennen geschickt wurden. Morgens um 10 Uhr war der erste Start erfolgt.

Elf Stunden Speedskating, mehr als 200 Teilnehmer, viele davon sonst eher aus Spaß und Freude auf asphaltierten Rad- und Feldwegen anzutreffen. Gerade die Hobby- und Straßenfahrer waren eingeladen, einmal den Wettkampf auf der hervorragenden Bahn in Halstenbek zu suchen. Die Cheforganisatoren Jenny Lindner und Sören Harder und ihr Helferteam hatten die Wettbewerbe in den einzelnen Altersklassen überwiegend als Dreikämpfe ausgeschrieben, Rennen über 300-, 1000- und 3000 Meter meist. Und das dauerte seine Zeit. "Deshalb müssen wir die Veranstaltung im nächsten Jahr straffen, Wettbewerbe bis in den späten Abend, das ist einfach zu lang", erklärt Bill Kerby, Begründer und Spartenleiter der Halstenbeker Speedskater.

Die Abteilung, 1995 aufgebaut, zählt etwa 115 Mitglieder. "Was die Mitgliedszahl betrifft", so Kerby, "hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert. Weniger sind wir auf keinen Fall. Die Kinder- und auch Mutter und Kind-Kurse in unserer Skaterschule sind noch immer sehr gefragt. Einzig die Kurse für Erwachsene Anfänger finden kaum noch Resonanz."

Für die fleißigsten und ehrgeizigsten Wettkampfsportler der Halstenbeker TS war das "Track Race" so etwas wie eine Generalprobe für ihre nächsten Auftritte in Leipzig. Mit 16 Aktiven sind die Speedskater in den leuchtend blauen Trikots am Wochenende bei den norddeutschen Meisterschaften in der Messestadt am Start.

Die einzige, die dabei versucht, ihren norddeutschen Meistertitel über 1000 Meter zu verteidigen, ist Julia Moser. Sie hatte auf der vertrauten Heimbahn auch den Dreikampf bei der weiblichen Jugend gewonnen, vor ihrer Vereinsfreundin Joelin Zoschke übrigens.

Auch Timm Maasberg ist wieder in Schwung gekommen. Der Junge, der inzwischen in der Altersklasse der Junioren A, also den 16- und 17-Jährigen startet, war vor zwei Jahren über 500 Meter sogar deutscher Vizemeister. Bei dem Dreikampf in Halstenbek war er sowohl über 300 wie über 1000 und über 3000 Meter der Schnellste und damit überlegener Gesamtsieger. Bei den A-Schülern wurde ein Zweikampf über 200 und 1000 Meter ausgetragen - Moritz Krellmann erkämpfte den Sieg für die HT.

Auch für Anfänger war bei der Halstenbeker Großveranstaltung ein Wettbewerb ausgeschrieben. Bei den neun- bis 13-jährigen Jungen gewann Marlin von Kühnheim vor Alexander von Würzen. Marlins kleine Schwester Maris wurde bei den Mädchen bis acht Jahre Zweite.

Zweite Plätze gab es auch für Yannick Lagravere bei den B-Junioren, für Jamie-Lee Dzillack bei den A-Schülerinnen und für Renia Krellmann bei den B-Schülerinnen. Und dann war auch noch Maximilian Pust Zweiter geworden, bei den Senioren, unter 68 Teilnehmern übrigens.

Auf ihrer Vereinshomepage hatten die Halstenbeker Speedskater ihren Bericht über die Veranstaltung mit den Worten geschlossen: "Den Gestürzten wünschen wir gute Besserung." Der Wunsch gilt auch für Vereinsmitglied Marie-Louise Bley. Die musste nach einem Sturz ins Krankenhaus, wo die Schnittwunde am Knie genäht wurde. "In all den Jahren, in denen ich dabei bin", sagte Bill Kerby, "war sie die erste, die ins Krankenhaus musste."