Pinneberg

SC Rist: Sieg gut fürs Selbstbewußtsein

Basketball: Beim Jahresauftakt in der Zweiten Bundesliga gewannen die Wedeler Damen mit 83:57 gegen die BG Hamburg-West.

Wedel. Besser hätte das Jahr 2005 für die Wedeler Basketballerinnen kaum beginnen können. Erst die verlängerte Weihnachtspause, weil die Rist-Damen am ersten Spieltag turnusmäßig pausierten, dann mit der BG Hamburg-West ein schwacher "Sparringspartner". Erst am kommenden Wochenende wird es mit der Partie in Chemnitz wieder ernst.

"Wir haben diese Verschnaufpause bitter nötig", sagte Co-Trainerin Gundula Hahn. Hintergrund: Leistungsträgerin Margret Skuballa kuriert noch ihre Verletzung aus. Außerdem ging es darum, gegen die Hamburgerinnen das angekratzte Selbstbewußtsein wieder etwas stärken konnten. Schließlich gingen die beiden Begegnungen zuvor verloren. Es waren die einzigen Niederlagen der Saison.

Aber so angeschlagen, sich vor der BG Hamburg-West zu fürchten, waren die Rist-Damen nun auch wieder nicht. Es war daher ein Pflichtsieg. Das Trainergespann Özhan Gürel und Gundula Hahn traute sich sogar, Margret Skuballa (Bänderriß) noch eine weitere Woche der Regeneration zu geben. Sie soll ihr Comeback erst gegen Chemnitz feiern.

Im Duell mit den Hamburgerinnen wurde sie auch gar nicht benötigt. 8:0 (3. Minute) startete der SC Rist und gewann das erste Viertel 25:15. Daß das Spiel nicht bereits vor der Pause entschieden war, verdankten die Gäste einer Wedeler Schwächephase von der 15. (34:21) bis zur 18. Minute (35:31). Da ging Trainer Gürel trotz einer 42:34-Führung zur Pause eher mißmutig in die Kabine.

Seine Ansprache verfehlte ihre Wirkung offenbar nicht. Mit einer Preßverteidigung über das ganze Spielfeld rückte der SC Rist das Kräftemessen wieder ins richtige Licht. Mit etwas Verspätung schafften die Rist-Damen in der 28. Minute die vorentscheidende 20-Punkte-Führung (62:42).

Großen Anteil am Sieg hatte Hanna Green (22 Punkte), die nach ihrer Abwesenheit im Dezember sogleich wieder in die Führungsrolle schlüpfte. Sie schaffte von der Flügelposition (2 Dreier) Freiräume für die Center: Anna Görg und Tilla Becker erzielten zusammen sogar 39 Zähler.

Großes Lob der Trainer erhielt auch Youngster Henrike Harders, die als Aufbauspielerin für die verletzte Kaya Jensen startete und ihre Aufgaben glänzend löste und angesichts der zahlreichen Fastbreaks sogar zweistellig punktete.

Bevor die Wedelerinnen am kommenden Wochenende nach Chemnitz reisen, treten sie am Dienstag (20 Uhr) zum Testspiel beim VfL Pinneberg in der neuen THS-Halle an.

Übrigens: Die Spielverlegung gegen die BG Hamburg-West von 17.30 Uhr auf 19.30 Uhr hat sich für die Wedeler kaum gelohnt: 150 Zuschauer kamen, etwa soviel wie sonst auch. Gundula Hahn: "Die Verlegung sorgte eher für Verwirrung, in den verbleibenden Heimspielen bleibt es beim ursprünglichen Termin."

Viertel : 25:15, 17:19, 24:9, 17:14.

Statistik : Hanna Green (22), Tilla Becker (21), Anna Görg (18), Henrike Harders (10), Virginia Kirst (4), Jule Stienen (4), Sandra Körner (2), Karoline Schmidt(2).