Pinneberg. Unter dem Motto „Vielfalt im Sport“ demonstriert die LGBTQ-Community am Sonnabend in der Pinneberger City für Gleichstellung.

„Ausgrenzung, homophobe Sprüche und unangenehme Situationen für Trans-Menschen kommen im Sport zu häufig vor“, sagt Pinnepride-Sprecher Jens Kuzel. Das Pinnepride-Team wirbt daher für Vielfalt im Sport und sucht den Schulterschluss mit den Sportvereinen in der Stadt und dem Kreis Pinneberg. Die diesjährige Schirmherrschaft übernimmt Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos).

Pinnepride-Sprecher Kuzel freut sich auf den CSD: „Die Pandemie ist vorbei und man kann wieder vernünftig planen. Endlich können wir mit unserem Pinnepride weitermachen. Das Thema Vielfalt im Sport ist uns wichtig. Unsere Botschaft lautet daher: Rote Karte gegen Queerfeindlichkeit! Deshalb freuen wir uns besonders über viele Engagierte aus Sport und Community, die in diesem Jahr zum Gelingen beitragen.“

Pinnepride in Pinneberg für Toleranz beginnt vor der Drostei

Die Demonstration startet am Sonnabend, 15. Juli, um 12 Uhr am Drosteiplatz und endet dort mit einer Kundgebung. Auf dem Drosteiplatz ist eine Infomeile mit Ständen von queeren Vereinen aus dem ganzen Bundesland sowie örtlicher Sportvereine aufgebaut.

Am Abend zuvor findet von 19 Uhr an eine Podiumsdiskussion in der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg statt. Auf dem Podium diskutieren Tony Quindt, schwuler Amateurfußballer, zusammen mit LSVD-Vorstandsmitglied und Kommunalpolitikerin Stéphanie Hochsprung (FDP).

Diskussion in Brahms-Schule in Pinneberg mit Queer-Aktivisten

Weitere Teilnehmende sind die Tischtennisspielerin Stefanie Grebe (Team Deutschland Paralympics) und Divers-Model H. D. Strauchburg. Die Moderation übernimmt der Queer-Aktivist Alfonso Pantisano aus Berlin. Der Eintritt ist kostenlos, die Platzreservierung erfolgt über die Internetseite www.csd-pinneberg.de.

Im Sommer 2019 beschloss die Pinneberger Ratsversammlung, dem Bündnis für Akzeptanz und Respekt beizutreten. Am 8. November 2019 wurde von Bürgermeisterin Urte Steinberg und Danny Clausen-Holm vom LSVD Lesben- und Schwulenverband Schleswig-Holstein e. V. die „Lübecker Erklärung“ unterzeichnet.

Am ersten Pinnepride in Pinneberg nahmen 150 Menschen teil

Der einzige CSD, der im Pandemiejahr 2020 in Schleswig-Holstein veranstaltet wurde, war zugleich der erste in Pinneberg. Dieser fand noch unter strengen Hygienemaßnahmen statt. Rund 150 Menschen demonstrierten gegen Gewalt und für Akzeptanz und Vielfalt.

Unterstützt wird der Pinnepride vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen des Aktionsplans „Echte Vielfalt“, von den Vereinen LSVD Schleswig-Holstein e.V. und VfL Pinneberg e. V. sowie den Firmen Providens Security und Werkverstärker.

Wie die Pinneberger Polizei mitteilt, kann es zu kurzfristigen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Sie bittet Verkehrsteilnehmer, sich auf mögliche Wartezeiten einzustellen oder die Innenstadt weiträumig zu umfahren. Die Versammlung endet voraussichtlich um 14.30 Uhr.