Uetersen

Eines der größten Gymnasien des Landes startet den Umbau

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Schulleiter und Oberstudiendirektor Alexej Stroh (r.) mit Dirk Woschei, Bürgermeister in Uetersen, bei der Grundsteinlegung am Ludwig-Meyn-Gymnasium.

Schulleiter und Oberstudiendirektor Alexej Stroh (r.) mit Dirk Woschei, Bürgermeister in Uetersen, bei der Grundsteinlegung am Ludwig-Meyn-Gymnasium.

Foto: Björn Manthey / HA

Zu viele Schüler für zu wenig Räume. Am Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen soll dieser Engpass behoben werden – so der Plan.

Uetersen.  Große Bautätigkeit an einem der größten Gymnasien des Landes Schleswig-Holstein: Das Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen wird derzeit umfassend erweitert. Aufzug, Photovoltaikanlage, neue Räume – das ist der Plan. Am Freitag wurde nun feierlich der Grundstein gelegt.

Das Gymnasium der Stadt Uetersen zählt mit durchschnittlich 1.300 Schülern sowie etwa 100 Lehrkräften seit vielen Jahren zu den größten Gymnasien im nördlichsten Bundesland. Wie vielerorts reichen die räumlichen Kapazitäten wegen steigender Schülerzahlen aber nicht mehr aus.

Uetersen: LMG – eines der größten Gymnasien des Landes wird nun umgebaut

Seit 2006 setze das kurz LMG genannte Gymnasium als Zukunftsschule.SH mit höchster Zertifizierungsstufe Impulse, darf sich seit 2014 sogar Fair Trade School nennen und ist seit 2021 Europaschule.

In diesem Jahr feiert das Ludwig-Meyn-Gymnasium zudem sein 100-jähriges Bestehen. Zwar wurde es immer wieder erweitert und umgestaltet. So wurde etwa vor fast 50 Jahren eine Drei-Felder-Sporthalle errichtet, vor 40 Jahren der Neubau an der Richthofenstraße eingeweiht, vor 15 Jahren der Anbau am Oberstufen-Gebäude inklusive Computerraum gebaut und vor vier Jahren der umgestaltete Schulhof eröffnet. Doch das reicht inzwischen nicht mehr.

Ludwig-Meyn-Gymnasium: Sieben neue Klassenräume sollen entstehen

Die stetig steigende Zahl an Schülerinnen und Schülern mache erneut eine Erweiterung dringend notwendig. Deswegen wurde ein moderner Erweiterungsbau geplant. Dieser Anbau beinhaltet sieben zusätzliche Klassenräume, einen Fachraum „Darstellendes Spiel“, Lernboxen und eine Cafeteria. Außerdem wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert.

Für die Photovoltaikanlage wurden für die Stadt in einem Vorverfahren Fördermittel in Höhe von 80.000 Euro reserviert. Der endgültige Antrag könne nach Vorliegen der baufachlichen Stellungnahme durch den Kreis Pinneberg in Kürze gestellt werden.

Aufzug für mehr Barrierefreiheit soll schon im Herbst fertig sein

Parallel dazu werde am Hauptgebäude ein Aufzug eingebaut, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Die Baugrube sei vorbereitet, die Aufzugsanlage befinde sich im Ausschreibungsverfahren. Die Ergebnisse stehen noch aus. Der Aufzug soll voraussichtlich im Herbst fertiggestellt werden.

Die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau hingegen haben schon zum Jahresanfang 2023 begonnen. Dafür wurden bereits die Fahrradstellplätze zurückgebaut, die Abwasserleitungen verlegt und das Fundament und die Sohlplatte gegossen. Inzwischen stehen sogar die ersten Wände.

Ziel: Umbau am Gymnasium soll bis 2024 vollendet werden

Der feierliche Grundstein wurde nun am Freitag gelegt. Dirk Woschei, Bürgermeister der Stadt Uetersen, griff dafür selber zur Kelle. Versenkt wurde die traditionelle Zeitkapsel mit Münzen und Tageszeitung: „Der Grundstein, den wir heute legen, ist Ausdruck einer klugen Investition der Stadt Uetersen in das Beste, was wir alle haben: unsere Kinder, unsere Jugendlichen, unsere Zukunft“, so Woschei.

Der Bürgermeister lobte alle am Bau Beteiligten: „Wir wissen, dass wir mit der geplanten Fertigstellung zum Sommer 2024 ein sehr sportliches Vorhaben betreiben in Zeiten hoher Baupreise und bekannter Engpässe bei der Materialbeschaffung.“ Trotzdem sei er zuversichtlich.

Woschei würdigte die Leistung des Planungsbüros Butzlaff Tewes Architekten und Ingenieure GmbH sowie die Schulleitung. Es sei gut zusammengearbeitet worden. Im Namen der Stadt bedanke er sich auch bei allen Mitarbeitenden aus dem Bereich Tief- und Erdbau sowie Rohbau und den weiteren Gewerken, die künftig noch tätig werden. „Bitte bleiben Sie so engagiert und fleißig, damit wir uns hoffentlich im Sommer 2024 wieder hier zur Eröffnung treffen werden!“, so Woschei.

( nib )

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