Kreis Pinneberg

Ausflugstipps: Auf dem Almthof können Sie was erleben

| Lesedauer: 4 Minuten
Bianca Bödeker
Auf dem Almthof in der Gemeinde Appen kommen Jungen und Mädchen auf ihre Kosten – unter anderem beim Spielen auf dem Holztrecker.

Auf dem Almthof in der Gemeinde Appen kommen Jungen und Mädchen auf ihre Kosten – unter anderem beim Spielen auf dem Holztrecker.

Foto: Bödeker

Der Erlebnishof in Appen bringt kleinen und großen Besuchern die Landwirtschaft nah – Was es noch zu entdecken gibt.

Appen.  Zwergziege Liese hat sich auf der Balustrade des Geheges mit einem lautstarken „Määh“ positioniert. Lotte und ihre drei Mitstreiter stimmen munter ein. Tierischer Empfang für die Reporterin auf dem Erlebnisbauernhof Almthof der Familie Pein in Appen.

Es ist Freitag, 14 Uhr, und die ersten Gäste rollen an. Anastasiia (28) aus Pinneberg kniet mit Tochter Kira (4) vor dem Zwergziegengehege. Sie sind das erste Mal hier. Kira liebt, so sagt die Mama, Tiere. Papa Marc ist Erzieher in Kummerfeld und war kürzlich mit der Kindergartengruppe hier. Das hat nicht nur die Kleinen, sondern auch den 35-Jährigen begeistert. Und so hat er dieses Mal seine kleine Familie mitgenommen.

Ausflugstipp: Abenteuer auf dem Almthof in Appen

Landwirtschaft hautnah erleben heißt die Philosophie hier auf dem Almthof: mit 220 Milchkühen, Treckerrundfahrten durch die Appener Feldmark, mit Strohburg, Maislabyrinth, Zwergziegen, Ponys, Eseln, Schafen, Hühnern und Hähnen, Kälbchen zum Streicheln und vielem mehr. Wer Glück hat, erlebt auch noch live die Geburt eines Kälbchens und darf sogar den Namen mit aussuchen.

Sie sind schon Stammgäste auf dem Almthof: Mona (36) und Paulina Schopnie (4) aus Ellerhoop. Heute wieder mit dabei: Cathrin (35) und Milan (6) Schultz aus Pinneberg. Nach dem Motto „Raus aus dem Alltag und eintauchen in eine andere Welt“ genießen Groß und Klein den offenen Zugang zu den Tieren. Und hinterher Eis, Kaffee, Kuchen oder Herzhaftes aus dem Almthof-Café.

Maren Pein (65) führt das 2004 eröffnete Selbstbedienungs-Café mit seinen jeweils 120 Innen- und Außenplätzen. Vor 20 Jahren ist sie mit Ehemann Jürgen (67) und den Kindern Svenja (38) und Hauke (36) vom familieneigenen Bauernhof im Ort hier auf den neugebauten Almthof – er ist 250 Tage im Jahr für Besucher geöffnet – gezogen.

Der Almthof ist ein idealer Ort, um dort Geburtstag zu feiern

Der Café-Tresen füllt sich. Frische Waffeln, Kuchen, Eis, Würstchen, Pizza, Schwarzbrot mit Rührei oder belegte Brötchen – die Gäste haben die Qual der Wahl. Vis-à-vis des Tresens sind Tische für zwei Kindergeburtstage gedeckt. Rasmus aus Hamburg ist heute neun geworden. Seinen Jubeltag will er auf dem Altmhof feiern. Fröhlich „fallen“ er und seine Gäste unter Aufsicht des Papas im Café ein.

Nach der Stärkung zieht die Geburtstagstruppe weiter zum Fußballgolf auf die 2,5 Hektar große Hausweide direkt am Almt­hof. Die Anlage umfasst zehn Bahnen, die bis zu 200 Meter lang sind. Ziel ist es, den Fußball mit möglichst wenigen Schlägen einzulochen. Neben den festen Hindernissen, wie zum Beispiel einem Pflug, gibt es noch „tierische Hindernisse“ wie die eine oder andere Kuh, die aktiv am Spiel teilnehmen möchte. Diese gilt es geschickt zu umspielen...

Auf dem Almthof das landwirtschaftliche Leben kennenlernen

Das Konzept der Familie Pein geht auf. Auch mit Unterstützung von Swantje Pein (33). Die Bauernhofpädagogin und Schwiegertochter von Maren und Jürgen Pein betreibt mit Ehemann Hauke die Landwirtschaft und den Erlebnisbauernhof und bringt immer wieder neue Ideen ein. Auf Initiative von Swantje Pein, sie selbst ist auf einem Bauernhof aufgewachsen, zeigt ein Infofilm auf dem Hof, wie das Melken funktioniert.

Lust aufs Klettern machen neue Spielgeräte wie zwei Holzkühe und ein Holztrecker – nach der Idee der Familie Pein von Mitarbeitern und Bewohnern im Beschäftigungsbereich der Appener Wohnungslosenhilfe Schäferhof gebaut. Hofquiz und Hofrallye bringen die jungen Gäste geistig und körperlich so richtig auf Trab. So sind auch Paulina und Milan mittlerweile ordentlich ausgepowert. Mit ihren Müttern Mona und Cathrin geht’s aber noch nicht nach Hause, sondern schnurstracks ins Almthof-Café. Auf ein Eis – das geht ja bekanntlich immer!

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