Theater

Schuld ist am Ende doch immer die Lehrerin

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Erst zoffen sich die Eltern untereinander, dann nehmen sie Lehrerin Sabine Müller ins Visier – der Theaterstoff entstammt wahren Begebenheiten.

Erst zoffen sich die Eltern untereinander, dann nehmen sie Lehrerin Sabine Müller ins Visier – der Theaterstoff entstammt wahren Begebenheiten.

Foto: oli / Hagenbuttenbühne

Wenn der Elternabend außer Kontrolle gerät: Die Hagenbuttenbühne Uetersen führt „Frau Müller muss weg“ auf.

Uetersen/Heist.  Elternabende in Schulen sind ein Kapitel für sich: Probleme mit den Kindern, mit dem Lehrstoff, mit der Schule allgemein – und (fast) immer haben die Lehrer schuld. Das ist der Grundstoff für das neue Theaterstück der Uetersener Hagebuttenbühne: „Frau Müller muss weg“ von Lutz Hübner ist das erste Stück nach der Corona-Pause, das die Amateurbühne inszeniert. Premiere ist am kommenden Sonnabend, 7. Mai, von 19.30 Uhr an in der Aula der Grundschule Heist.

Uetersener Theater spielt „Frau Müller muss weg“

Die besorgte Elternschaft der Klasse 4b hat die Klassenlehrerin Frau Müller (Susi Braun) um einen Termin gebeten. Offenbar scheint es Probleme in der Klasse zu geben. Denn die Kleinen stehen gerade an einem entscheidenden Punkt ihrer schulischen Karriere, wird sich doch am Ende des Schuljahres zeigen, wer den Sprung auf das Gymnasium schafft – und wer eben nicht. Und so sitzen fünf entschlossene Erwachsene auf Kinderstühlchen zwischen Herbstmännchen und Laubgirlanden – bereit, dem Feind ins Auge zu sehen.

Für die Eltern ist längst klar, wer die Schuld an der Misere hat: Die erfahrene Lehrerin Sabine Müller scheint den pädagogischen Anforderungen seit einiger Zeit nicht mehr gewachsen zu sein. Auf die Idee, die Probleme könnten bei den Kinder liegen, kommt niemand. Alle sind überzeugt, dass ihre Kinder ganz besondere Persönlichkeiten sind, die natürlich ab und an spezieller Förderung bedürfen, dass sie aber keineswegs einfach Spätzünder, faul, unkonzentriert oder einfach mathematisch unbegabt sind. Die Fronten in diesem Kampf sind klar.

Uetersen: Unter den Darstellern gibt es auch zwei echte Lehrer

Weil Eltern an den Elternabenden nicht nur um ihre Kinder kämpfen, sondern auch für sich selbst und ihr Ego, sind sie sich schon vor dem Treffen einig geworden: Es geht darum, diese Bälger irgendwie durchzukriegen. Frau Müller muss weg!

Unter den Darstellern sind übrigens tatsächlich zwei Lehrer. Es spielen: Melina Baldzun, Susi Braun, Carolin Gill, Rasmus Gunst, Marnie und Oliver Rühmkorf. Regie führt Sandra Bohn. Lutz Hübners Theaterstück ist auch schon erfolgreich verfilmt worden. Unter der Regie von Sönke Wortmann haben Anke Engelke, Alwara Höfels und Ken Duken Hauptrollen gespielt.

Die Darsteller der Uetersener Hagenbuttenbühne bringen „Frau Müller muss weg“ am Sonnabend, 7. Mai, Freitag, 13. Mai, Sonnabend, 14. Mai, und am Sonnabend, 28. Mai, jeweils von 19.30 Uhr an auf die Bühne der Aula der Grundschule Heist. Tickets im Vorverkauf gibt es online unter www.hagebuttenbuehne.de. Der Eintritt kostet 8 Euro. Schüler zahlen 5 Euro.

( HA )

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