Corona Pinneberg

Bundeswehr muss wieder bei Pandemiebekämpfung helfen

Zuletzt war die Bundeswehr im Kreis Pinneberg bei der Kontaktnachverfolgung und in den Impfzentren behilflich. Nun fordert die Verwaltung erneut Amtshilfe bei den Soldaten an. (Symbolbild)

Zuletzt war die Bundeswehr im Kreis Pinneberg bei der Kontaktnachverfolgung und in den Impfzentren behilflich. Nun fordert die Verwaltung erneut Amtshilfe bei den Soldaten an. (Symbolbild)

Foto: Marius Bulling / picture alliance / Ostalb Network

Nur wenige Wochen nach dem Abzug der Soldaten aus der Verwaltung bittet der Kreis Pinneberg wieder um Unterstützung.

Kreis Pinneberg.  Die Bundeswehr muss dem Kreis Pinneberg erneut bei der Bewältigung der Corona-Lage helfen. Schon jetzt leisten Soldaten in Kiel, Neumünster, Büdelsdorf und Bad Oldesloe Amtshilfe, sagte der Sprecher des Landeskommandos.

Vom heutigen Montag an kommen fünf Bundeswehrangehörige im Kreis Pinneberg dazu, sie sollen im ehemaligen Impfzentrum Prisdorf, das jetzt Impfstelle heißt, eingesetzt werden. Insgesamt seien dann 30 Soldatinnen und Soldaten in stationären Impfstellen des Landes im Einsatz.

Bereits seit März 2020 leistet die Bundeswehr immer wieder Amtshilfe im Kampf gegen Corona weil an einigen Stellen geeignete Fachkräfte fehlen. Im Kreis halfen Soldaten etwa nicht nur in Impfzentren aus, sie unterstützten auch das Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung. Überdies wurden sie landesweit in Krankenhäusern oder Alten- und Pflegeheimen eingesetzt.

Erst Ende Oktober hatten sich alle Bundeswehr-Angehörigen zunächst aus dem Kampf der Kommunen gegen Corona zurückgezogen, weil ihre Hilfe nicht mehr gebraucht wurde. Nur vier Wochen später kamen wieder die ersten Anträge von Kreisen und Städten. Unter anderem gebe es jetzt auch eine Anfrage aus dem städtischen Krankenhaus Kiel. Dort soll von Donnerstag an ein Soldat die Krankenhausapotheke unterstützen.

Aktuell sind nach Bundeswehrangaben allein in Nordrhein-Westfalen 600 Unterstützungskräfte im Einsatz. In ganz Deutschland stehen nach Angaben der Streitkräftebasis in Bonn derzeit bis zu 12.000 Soldaten für Unterstützungseinsätze bereit.

( nib )

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