Orange Days

Warum Pinnebergs Drostei bei Dunkelheit orangefarben wird

Pinnebergs Gleichstellungsbeauftragte Deborah Azzab-Robinson vor der orangefarben leuchtenden Drostei. Sie zeigt sich solidarisch mit passendem Schal.

Pinnebergs Gleichstellungsbeauftragte Deborah Azzab-Robinson vor der orangefarben leuchtenden Drostei. Sie zeigt sich solidarisch mit passendem Schal.

Foto: Neele Lange

Pinneberg beteiligt sich zum zweiten Mal an den Orange Days. Worauf die Stadt damit aufmerksam machen will.

Pinneberg. Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Allein in diesem Jahr gab es rund 4000 polizeibekannte Fälle von Gewalt gegen Frauen in Schleswig-Holstein. 660 Frauen suchten im vergangenen Jahr die Frauenberatungsstelle im Kreis Pinneberg auf. Hinzu kommt die Dunkelziffer. Genau aus diesem Grund gibt es jedes Jahr vom 25. November bis zum 10. Dezember die sogenannten Orange Days.

Orange Days: Pinneberg war 2020 erstmals dabei

Eine Kampagne gegen Gewalt gegen Frauen. Zu diesem Anlass wird die Pinneberger Drostei nun schon das zweite Jahr in Folge orangefarben beleuchtet. Ziel der Kampagne ist es, sich mit Frauen, die Gewalt erfahren haben, zu solidarisieren und ihnen eine Stimme zu geben. „Was verschwiegen wird, kann man nicht verändern“, sagt Regina Rudolph, Pinneberger Vorsitzende des Soroptimist-International-Clubs, einer internationalen Frauenvereinigung. Gleichzeitig dienen die Orange Days durch Aufklärung und Sensibilisierung der Prävention.

„Die Stärkung von Frauen in allen Gesellschaftsschichten ist deshalb wichtig, weil erst die patriarchalen Strukturen diese Form der Gewalt ermöglichen“, sagt Pinnebergs Gleichstellungsbeauftragte Deborah Azzab-Robinson. Während der Pandemie haben die Fälle häuslicher Gewalt zugenommen, wie Zahlen des Bundesfamilienministeriums verdeutlichen.

( hspnl )

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