Stadtentwicklung

Pinnebergs Post wird abgerissen: Wohnungen statt Briefe

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Die Post in Pinneberg an der Friedrich-Ebert-Straße.

Die Post in Pinneberg an der Friedrich-Ebert-Straße.

Foto: Katja Engler

Schon im kommenden Jahr will der Hamburger Investor mit dem Neubau beginnen. Er setzt auf den "immens hohen Wohnraumbedarf".

Pinneberg. Die Tage des Post-Komplexes an der Friedrich-Ebert-Straße in Pinneberg sind offenbar gezählt, die Pläne für einen Neubau auf dem Areal konkretisieren sich. Allerdings hat es einen Wechsel in der Projektplanung gegeben. Statt der Firma Senectus ist nun Quarterback in der Verantwortung. Aber auch der neue Bauherr, der das 11.000 Quadratmeter große Grundstück erworben hat, will dort, wie es der Bebauungsplan vorsieht, ein Wohn- und Geschäftshaus mit kleineren Gewerbeeinheiten und einer Kindertagesstätte errichten. Auch ein Anteil Sozialwohnungen ist vorgesehen. Die vermietbare Gesamtnutzfläche ist auf rund 15.000 Quadratmeter berechnet. Baustart soll im Herbst 2022 sein.

„Die Metropolregion Hamburg hat insbesondere aktuell, aber auch auf lange Zeit gesehen einen immens hohen Wohnraumbedarf“, sagt Jens Funck, Geschäftsführer der Hamburger Firma Quarterback. „Zugleich wird für immer mehr Menschen das Leben in einer Großstadt zu kostspielig, sodass sie sich im Umland ein neues Zuhauses suchen.“ Pinneberg mit seiner hervorragenden Nähe zu Hamburg biete vor diesem Hintergrund ein großes Entwicklungspotenzial, zumal das Grundstück idyllisch an der Pinnau gelegen sei.

Pinnebergs Post: Kita-Betreiber steht schon in den Startlöchern

Die Wabe, beliebter Kita-Betreiber in Pinneberg, sitzt für den neu geplanten Kindergarten auf dem Postareal in den Startlöchern. Laut Wabe-Projektberater Joachim Naumann liegt bereits der Entwurf für einen Mietvertrag vor. Dieser werde an die Stadt zur Prüfung weitergereicht. Stimmten die Kosten, werde der Vertrag unterschrieben. „Die Vorplanungen wurden bereits vom Eigentümer gemacht“, sagt Naumann.

Auch die neue soll eine typische Wabe-Kita werden, sie soll Platz für 100 Kinder bieten. „Wir haben keine Gruppenräume, sondern ein Fachraumangebot“, sagt Naumann. Dazu gehört je einer zum Malen, zum Turnen, zum Werken, zum Lesen, für Sport, für Kneipp-Anwendungen und Wellnessdusche mit Infrarotsauna. „Wir hoffen, dass wir das bis zum Sommer 2023 hinkriegen“, sagt Naumann. Im besten Fall könnten dann schon die ersten Kinder dort spielen.

Die Pläne des Kita-Trägers, am Wedeler Weg eine weit größere Kita für 200 und mehr Kinder zu errichten, haben sich indessen zerschlagen. Die tatsächlich zur Verfügung stehende Fläche hat sich als zu klein erwiesen, ist einer Vorlage der Verwaltung zu entnehmen. Stattdessen will die Wabe, die auch die Kita am Rosenfeld bauen wollte, jetzt auf dem eigenen Grundstück in der Parkstadt Eggerstedt eine zweite Kita errichten.

( eng )

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