Elmshorn

Kirche plant Neustart der Jugendarbeit

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Thomas Janßen (Verwaltungsleiter), Thielko Stadtland (Probst Süd), Thomas Bergemann.

Thomas Janßen (Verwaltungsleiter), Thielko Stadtland (Probst Süd), Thomas Bergemann.

Foto: KITTY HAUG / Kitty Haug

Nach Sparmaßnahmen bei der Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf steht nun die Struktur. Was geplant ist..

Elmshorn. Nachdem Sparmaßnahmen bei der Kinder- und Jugendarbeit von der Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf bereits im Juni beschloss wurden, ist jetzt eine weitere Weichenstellung erfolgt. Die hauptamtliche, zentrale Vollzeitstelle für die Leitung auf Kirchenkreisebene, die Aufgaben wie etwa die Organisation der Jugendvertretung in den Gremien oder auch die Medienarbeit übernahm, ist bis Ende 2022 aufgehoben. Eine personelle und inhaltlich neu ausgerichtete Konzeption hat die Synode am Sonntag in Elmshorn einstimmig beschlossen.

Sie sieht vor, dass in Zukunft ein sechsköpfiges Leitungsteam dafür sorgt, dass die Jugendarbeit regionaler, digitaler und stärker vernetzter wird, was mittelfristig Verwaltungsaufwand einsparen soll. Kinder- und Jugendarbeit ist und bleibe eine der Schwerpunktaufgaben der Kirche, die mit viel Engagement auf allen Ebenen begangen wird, sagte der Probst der Propstei Süd Thielko Stadtland. Sie fand und findet aber immer vor allem vor Ort, in den Gemeinden, statt. Ziel der kirchlichen Jugendarbeit ist, junge Menschen bei ihrer Identitätsbildung zu stärken, ihre Ressourcen aktivieren zu helfen und an die christliche Traditionen heranzuführen. Trotzdem musste nun eine neue Struktur her.

Kinder- und Jugendarbeit ist eine der Schwerpunktaufgaben der Kirche

Diese neue Struktur sei unter der Leitung von Probst Stadtland mit Jugendlichen und Jugendmitarbeitenden entstanden. Er habe jetzt aber nicht die Leitung in dem neuen Team übernommen, erklärt Stadtland. „Ich gucke einfach nur, ob die Spielregeln im Leitungsteam eingehalten werden.“ Die 17 Stellen für Jugendmitarbeitenden, die in den Kirchengemeinden des Kirchenkreises angestellt sind, bleiben erhalten. Sitz des Jugendwerks ist weiterhin das Kirchliche Zentrum in Elmshorn. Ein Datenschutzbeauftragter überprüft momentan die eingekaufte digitale Plattform, und auch alle weiteren rechtlichen Angelegenheiten sind geprüft, sodass es im Frühjahr 2023 los gehen kann.

„Dezentraler, vernetzter, gemeinschaftlicher, Kompetenzen an die Basis – dahin werden sich die Gemeinden, die Kirchen entwickeln“, glaubt der Probst. Für die Nordkirche hat dieser Neustart Modellcharakter. „Wir sind die ersten, die das so machen“, so Stadtland.

( kil )

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