Polizei Pinneberg

Gefälschte Impfausweise – Polizei ermittelt gegen Brüder

In einem Impfpass ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen.

In einem Impfpass ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Eine Quickborner Apothekerin bemerkte die Fälschung und schaltete die Polizei ein. Wodurch der Schwindel aufflog.

Quickborn.  Ein bundesweit beobachteter Kriminaltrend hat nun auch den Kreis Pinneberg erreicht: die Fälschung von Impfausweisen. So hatte am Freitag ein 25-Jähriger aus Quickborn einen Impfpass mit zwei eingetragenen Covid-19-Impfungen in einer Quickborner Apotheke vorgelegt, um sich ein Impfzertifikat ausstellen zu lassen. Am Montag erschien der 25-Jährige in Begleitung seines 21-jährigen Bruders, um das Zertifikat abzuholen und eines für seinen Bruder ausstellen zu lassen.

Beide Impfausweise waren offenkundig gefälscht, stellte die aufmerksamen Mitarbeiterin der Apotheke fest. Denn die Daten in beiden Impfpässen waren identisch. Zudem ergab eine Rücksprache mit der angeblich ausstellenden Hamburger Arztpraxis, dass dort überhaupt keine Impfungen durchgeführt wurden – weder für die beiden Brüder noch für irgendwen sonst. Die Apothekerin schaltete die Polizei ein, nachdem die Verdächtigen gegangen waren.

Richter ordnet Wohnungsdurchsuchung an

Beamte der Polizeistation Quickborn nahmen daraufhin eine Strafanzeige auf und beantragten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnräume der Brüder. Ein Richter des Amtsgerichts Itzehoe ordnete die Durchsuchung an.

Beamte des Kriminaldauerdienstes aus Pinneberg überprüften mit Unterstützung der Quickborner Kollegen daraufhin die Wohnräume der Brüder und stellten Beweismittel sicher. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Urkundenfälschung gegen die beiden jungen Männer übernommen.

( nib )

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