Kreis Pinneberg

Neue Leitung soll Barmstedt vor Hochwasser schützen

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Die Leitung wird hinter dem Freibad (Bildmitte) unter der Krückau hindurch verlegt-

Die Leitung wird hinter dem Freibad (Bildmitte) unter der Krückau hindurch verlegt-

Foto: Alexander Sulanke

Abwasser-Zweckverband Südholstein investiert 750.000 Euro. Wo es bis Frühjahr 2022 zu Behinderungen kommt.

Barmstedt.  Im Umfeld der Krückau in Barmstedt startet am Montag, 8. November, die erste von drei Baumaßnahmen im Auftrag des Abwasser-Zweckverbands (AZV) Südholstein: Unter der Krückau hindurch wird eine neue Dükerleitung verlegt, die Regenwasser aus Richtung Kampstraße in den Krückau-Seitengraben ableitet.

Aufgrund der Bauarbeiten muss der Fuß- und Radweg zwischen Kampstraße/Amalie-Schoppe-Weg und Küsterkamp gesperrt werden. Nach Abstimmung mit dem Ordnungsamt soll die Sperrung während der Bauarbeiten phasenweise aufgehoben werden, sofern die Arbeiten es zulassen. Als Ausweichmöglichkeit und Ersatzschulweg dient der Weg über die weiter östlich gelegene Krückaubrücke und durch den Stadtpark. Die Stadt Barmstedt kümmert sich mit Unterstützung des AZV Südholstein um eine dauerhafte Beleuchtung für diesen Weg. Alternativ kann auch die weiter westlich gelegene Brücke am Freibad zur Überquerung der Krückau genutzt werden.

Fortschritt der Arbeiten ist vom Wetter abhängig

Während der Anlieferung von Material und Gerätschaften wird es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Baustellentransporte, Schwerlasttransporte und Lastwagen in dem Bereich kommen.

Der zeitliche Verlauf der Bauarbeiten ist stark von der Witterung abhängig: Bei vermehrten Regenfällen und Überflutung der Baustelle kann nicht gebaut werden. Daher ist die Dauer nicht exakt vorherzusehen – geplant ist die Fertigstellung bis zum frühen Frühjahr 2022.

Bisherige Leitung ist von 1930 – und zu klein

Die bisherige Dükerleitung stammt aus dem Jahr 1930. Mit rund 30 Zentimeter Durchmesser ist sie inzwischen zu klein. Die rund 44 Meter lange neue Leitung wird im gesteuerten Rohrvortriebsverfahren verlegt: Von einer Startbaugrube aus werden Rohre aus glasfaserverstärktem Kunststoff unterhalb der Krückausohle in den Boden gepresst. Der Düker hat einen Durchmesser von 60 Zentimetern und verläuft rund 1,5 Meter unterhalb der Krückausohle.

Der Bau des neuen Dükers dient dazu, Regenwasser auch in Zukunft sicher ableiten zu können. Der AZV Südholstein investiert rund 750.000 Euro.

Im Jahr 2022 stehen zwei weitere Maßnahmen zur Optimierung der Regenwasserableitung im Umfeld der Krückau an. Voraussichtlich ab dem Frühjahr wird das Regenrückhaltebecken Küsterkamp ertüchtigt. In der zweiten Jahreshälfte folgt die Verrohrung des Krückau-Seitengrabens, um dort künftig Erosionsprozesse zu vermeiden.

( HA )

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