Polizei Pinneberg

Großkontrolle auf A23: Polizei legt Autobahnverkehr lahm

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Rastplatz Rantzau: Bei der Kontrolle am Donnerstag im Kreis Pinneberg überprüfte ein Großaufgebot der Poilzei sämtliche Autos auf der A23.

Rastplatz Rantzau: Bei der Kontrolle am Donnerstag im Kreis Pinneberg überprüfte ein Großaufgebot der Poilzei sämtliche Autos auf der A23.

Foto: Joto / JOTO

Alle Autos wurden über einen Rastplatz geführt und kontrolliert. Das führte zu langem Stau. Was es mit der Aktion auf sich hatte.

Kreis Pinneberg. Eine umfangreiche Kontrollaktion der Polizei auf der A23 im Kreis Pinneberg hat am Donnerstagabend etliche Autofahrer überrascht. Zwischen 20 und 1 Uhr wurden sämtliche Fahrzeuge über den Rastplatz Rantzau umgeleitet und dort kontrolliert. Beamte überprüften vor allem die Fahrtüchtigkeit der Fahrer, dabei kamen auch zwei Drogenspürhunde des Zolls zum Einsatz.

244 Fahrzeuge wurden bei der Großkontrolle näher unter die Lupe genommen, da es Verdachtsmomente auf eine Beeinflussung der Fahrtüchtigkeit wegen Alkohol, Drogen oder Medikamenten gegeben habe.

Bedeutet: Die Fahrer mussten stoppen und sich einer genauen Kontrolle unterziehen lassen. Ergebnis: zwölf Drogenschnelltests, ein Waffenfund, ein Handy-Sünder, ein Verkehrsrowdy, ein Auto mit falschen Kennzeichen und ein langer Rückstau auf der A23.

Polizeikontrolle auf A23: Langer Stau im Kreis Pinneberg

Schon kurz nach Beginn der Kontrolle hantierte ein 20-Jähriger am Steuer eines Renault Traffic in der Kontrollstelle mit seinem Smartphone. Sein Vergehen wird mit 100 Euro Bußgeld und einem Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister bestraft.

Ein 51 Jahre alter Mann aus Itzehoe wiederum folgte einem Rettungswagen mit Sonderrechten, der sich seinen Weg durch den Rückstau bahnte, um schneller voranzukommen. Auch seine Fahrt in einem Toyota endete am Ratsplatz mit einem Bußgeld von mehr als 240 Euro, zwei Punkten und einem einmonatigen Fahrverbot.

Einem 38-Jährigen aus dem Spree-Neiße-Kreis droht ein Strafverfahren, weil er eine Schreckschusspistole auf dem Beifahrersitz seines Audi liegen hatte. Die Waffe wurde beschlagnahmt. Bei einem Ford Galaxy erkannten die Beamten falsche Kennzeichen. Dem 28 Jahre alten Fahrer aus Hamburg droht jetzt ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauchs und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Zwölf Fahrer überprüft – ein Cannabistest positiv

Insgesamt wurden zwölf Autofahrern wegen Ausfallerscheinungen oder leicht geröteter Bindehäute mit verzögerter Pupillenreaktionen ein Drogenschnelltest angeboten. Bei einem 24-jährigen Albaner ohne festen Wohnsitz in Deutschland reagierte der Drogentest positiv auf THC (Cannabis).

Er musste zur Blutprobe und eine Sicherheitsleistung von 1.200 Euro hinterlegen. Weiter fahren durfte er nicht. Stattdessen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel sowie wegen des Erwerbs und Besitzes von Betäubungsmittel eingeleitet.

Insgesamt waren 34 Einsatzkräfte des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Elmshorn und Bad Segeberg, des Hauptzollamtes Itzehoe, der Einsatzhundertschaft aus Eutin und der Kooperativen Regionalleitstelle beteiligt. Nur mit Unterstützung der Autobahnmeisterei und des Technischen Hilfswerk konnte der Verkehr in Richtung Norden von der Autobahn vollständig über den Rastplatz geleitet werden.

( nib )

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