Polizei Pinneberg

Lachs und Döner zu warm: Polizei stoppt Kühltransporter

Dürfen nur gegart warm sein: Döner. Weil das Frischfleisch nicht kalt genug war, hat die Polizei im Kreis Pinneberg einen Döner-Transport gestoppt.

Dürfen nur gegart warm sein: Döner. Weil das Frischfleisch nicht kalt genug war, hat die Polizei im Kreis Pinneberg einen Döner-Transport gestoppt.

Foto: Britta Pedersen / picture alliance / dpa

Döner-Transporter darf unter Auflagen trotzdem weiterfahren. Was mit dem Fisch und dem Fleisch jetzt passiert.

Seeth-Ekholt. Polizisten des Autobahn- und Bezirksreviers Elmshorn haben am Donnerstag einen defekten Kühllaster auf der A23 bei Seeth-Ekholt aus dem Verkehr gezogen. Den Angaben nach kontrollierten die Beamten den Transporter gegen 9 Uhr.

Der 42-jährige Fahrer aus Hamburg hatte sowohl Frischfleisch als auch Tiefkühlware geladen. Tiefkühlware muss aber durchgehend bei -18 Grad Celsius gekühlt werden, wozu dieser Transporter technisch nicht in der Lage gewesen sei. Zudem waren sowohl 6,5 Kilogramm Lachs als auch zwei Dönerspieße nur offen gelagert, obwohl sie als Tiefkühlware gekennzeichnet waren. Eine Messung bestätigte den Verdacht: Der Lachs hatte eine Temperatur von 0,2 Grad Celsius, der Dönerspieß -8,3 Grad.

Den Fahrer des Dörner-Transporters erwartet ein empfindliches Bußgeld

Wegen dieses Verstoßes gegen das Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelrecht leiteten die Polizisten ein Strafverfahren sowohl gegen den Fahrer als auch gegen den 48-jährigen Verkäufer aus Hamburg ein. Die Waren dürfen nicht mehr eingefroren, sondern nur noch für den sofortigen Verzehr verarbeitet werden. Die Kontrolleure erteilten Auflagen und setzten den Käufer der Waren in Kenntnis. Fahrer und Verkäufer droht ein Bußgeld im dreistelligen Bereich. Im Wiederholungsfalle werden höhere Bußgelder fällig.

( nib )

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