Kurioser Wettberwerb

Warum das Museum in Pinneberg das schönste Duckface sucht

| Lesedauer: 3 Minuten
Kitty Haug
„Ente_mit_Perlenohrring“, frei nach Jan Vermeer. 

„Ente_mit_Perlenohrring“, frei nach Jan Vermeer. 

Foto: Interduck / HA

Besucher der „Duckomenta“ sollen selbst kreativ werden und Fotos "verenten". Wie das geht und was sie dabei gewinnen können.

Pinneberg.  Entenhausen ist Kult! Nicht nur Kinderaugen leuchten, wenn die Rede von Donald und Co. ist, sondern auch die der meisten Erwachsenen. Denn es gibt kaum noch jemanden, der seine Kindheit nicht in irgendeiner Form mit diesen Enten geteilt hat. Daher blickt das Pinneberg Museum auch positiv in die Zukunft: Die Besucherzahlen steigen, seitdem Enten im Rahmen an den Wänden hängen (wir berichteten). Die „Duckomenta“ ist da.

Aber es könnten noch mehr sein, vor allem Besucher aus Pinneberg vermisst das Museumsteam, wie Mitarbeiterin Jana Stoppel berichtet. Mit einem Gewinnspiel auf der neugestalteten Website will die wissenschaftliche Volontärin nun mehr Pinneberger ins Museum locken. Dort hat sie Fotos von fünf Objekten aus der Dauerausstellung eingestellt.

Duckomenta: Auch Nachwächter Otto Klafack soll entenähnlich werden

Zur Auswahl stehen ab dem 1. November jeweils ein Porträt des Pinneberger Künstlers Rudolph Grothkop sowie des Rellinger Mineraliensammlers Johannes Görbing, ein Foto des Obernachtwächters Otto Klafack, die Porträtbüste von Agathe Schlüter, die der Pinneberger Bildhauer Carl Schlüter angefertigt hat, und ein Motor der Firma ILO. Aufgabe ist es, die Vorlagen im Sinne der Duckomenta zu „verenten“. Das heißt, die gezeigten Menschen oder Gegenstände zu Anatiden, also Entenähnlichen, werden zu lassen.

„Das machen wir auch mit Schülern, die unsere Ausstellung besuchen, und das macht denen immer sehr viel Spaß“, berichtet Stoppel. Nun sollen Pinneberger mit Pinneberger Originalen genau das machen, was die Berliner Künstlergruppe InterDuck seit Mitte der 1980-Jahre mit Gemälden und Exponaten anstellt, so Stoppel.

Freikarten für „Duckomenta“ zu gewinnen

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Wie das jeweilige Original verändert wird, ist den Teilnehmern selbst überlassen. Es darf digital aber auch analog gearbeitet werden. Die Ergebnisse müssen bis zum 30. November per E-Mail an die Adresse stoppel@pinnebergmuseum.de geschickt werden. Die besten Einsendungen werden dann im Januar auf der Website, auf der Facebook-Seite und dem Instagram-Account veröffentlicht. Jeder Einsender, dessen Werk gezeigt wird, erhält zwei Freikarten für die „Duckomenta“-Ausstellung.

Seit 1986 ist die „Duckomenta“, deren Name eine Parodie auf die Documenta in Kassel ist, in mehr als 70 Museen zu Gast gewesen und hat bislang mehr als zwei Millionen Menschen erreicht. Seit August ist das Pinneberg Museum fest in der Hand der Enten.

Bis Mitte März gibt es jetzt jeden zweiten Mittwoch um 17 Uhr eine halbstündige Führung durch die Sonderausstellungsräume. Im Anschluss können sich Besucher dann auf die Suche nach weiteren „Duckoment“-Objekten begeben. An jedem zweiten Donnerstag kann eine Kurzführung um 12 Uhr besucht werden.

Der Eintritt für die Mittwochsführung kostet vier Euro, für die Mittagsführung donnerstags bittet das Museum um eine Spende an den Förderverein. Weitere Termine sind der Duckomenta-Familiennachmittag am 6. November und der Stop-Motion-Workshop am 25. November.

Mehr Infos gibt es auf der neuen Website www.pinnebergmuseum.de

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Pinneberg