Kreis Pinneberg

Schenefeld sucht erneut Pächter für Problemimmobilie

| Lesedauer: 3 Minuten
Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof vor vier Jahren im leer stehenden Sportrestaurant Achter de Weiden.

Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof vor vier Jahren im leer stehenden Sportrestaurant Achter de Weiden.

Foto: HA

Sportrestaurant und Festsaal stehen seit Jahren leer, der Zustand ist erbärmlich. Was einen neuen Betreiber erwartet.

Schenefeld. Es ist der zweite Anlauf. Die Stadt Schenefeld versucht erneut, das verwaiste Sportrestaurant Achter de Weiden an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Sie hat zum zweiten Mal die Verpachtung der Problemimmobilie ausgeschrieben.

Zum Paket der inmitten des Schul- und Sportzentrums gelegenen Fläche gehören der Gastronomiebereich inklusive der Clubräume, Biergarten im Freien, Kegelbahn und der angeschlossene Festsaal – insgesamt eine Fläche von 1200 Quadratmetern. Das Problem: der Zustand. Es muss sehr viel gemacht werden. In der Ausschreibung ist von einem „renovierungsbedürftigen Zustand“ der Räumlichkeiten die Rede. So ist der Festsaal nach einem Wasserschaden ohne Bodenbelag, Gastronomie und Kegelbahn sind alles andere als zeitgemäß. Das Restaurant ist seit Januar 2016 verwaist, der Festsaal nach dem Bruch eines Abwasserrohres seit Mai 2016.

Blau-Weiß 96 machte nach langen Verhandlungen einen Rückzieher

Zunächst hatten Verwaltung und Politik die Idee verfolgt, den gesamten Bereich im Untergeschoss der Sporthalle dem Verein Blau-Weiß 96 zu überlassen. Doch der Verein machte nach längeren Verhandlungen einen Rückzieher. Auch eine Angliederung an das Schulzentrum wurde diskutiert, aber ebenfalls nicht weiter verfolgt. 2019 folgte dann die erste Ausschreibung, um einen neuen Gastronomen zu finden.

„Das war auch von Erfolg gekrönt“, erinnert sich der Büroleitende Beamte Melf Kayser. Es habe ein unterschriftsreifer Vertrag vorgelegen, die Sitzung des Finanzausschusses zum Absegnen des Kontraktes sei schon angesetzt gewesen. „Wir waren auf der Zielgeraden, doch dann ist es nicht zum Abschluss gekommen“, so Kayser. Der designierte Pächter habe einen Rückzieher gemacht, obwohl die Kriterien in der Ausschreibung festgehalten worden waren.

Corona-Pandemie hat das Verfahren verzögert

Nach diesem Fehlschlag sei die Corona-Pandemie gekommen, sodass zunächst auf eine Neuausschreibung verzichtet wurde. Jetzt folge der neue Versuch. „Natürlich ist die Lage für die Gastronomie schwierig, der Start in die Selbstständigkeit ist in diesen Zeiten ein Wagnis“, sagt Kayser. Doch an sich sei die Lokalität profitabel zu betreiben, da in der Kombination mit dem Festsaal auch große Veranstaltungen möglich seien. Kayser: „Das wird in der Regel stark nachgefragt.“

Die Stadt werde sich insbesondere an der Herrichtung des Festsaals finanziell beteiligen. Eine gemeinsame Projektplanung mit dem neuen Pächter werde angestrebt. 2019 hieß es zudem, dass die Höhe der Pacht in gewissem Maß verhandelbar sei. Nicht verhandelbar sei jedoch, dass sich die Stadt für den Festsaal Nutzungsrechte vorbehalte. Die Stadt hat Infos zu dem Objekt zusammengestellt. Sie könnem bei Kämmerer Norbert Esmann (040/83 03 71 20) angefordert werden. Das Nutzungs- und Finanzierungskonzept muss bis 31. Dezember bei der Stadt eingereicht werden.

( kol )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Pinneberg