Kreis Pinneberg

Das Stadtzentrum Schenefeld wird 30 Jahre alt

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Sophie Masuch
Die Luftaufnahme zeigt das Stadtzentrum Schenefeld wenige Wochen vor seiner Eröffnung.

Die Luftaufnahme zeigt das Stadtzentrum Schenefeld wenige Wochen vor seiner Eröffnung.

Foto: HA / PZ Archiv

Im Oktober 1991 eröffnet in Schenefeld das neue, spektakuläre Shoppingcenter. Jetzt feiert es Geburtstag.

Schenefeld.  Es ist der 10. Oktober vor 30 Jahren, als die Menschenmassen über Schenefeld hereinbrechen. An jenem Tag um 10.10 Uhr eröffnet das Stadtzentrum, ein Einkaufscenter im Großstadtformat, wie es der Kreis Pinneberg bis dahin nicht gekannt hat.

Stadtzentrum Schenefeld feiert 30 Jahre

Die Eröffnungsfeier vor 30 Jahren geht einher mit einem Großeinsatz der Polizei. 30 Ordnungshüter sind rund um das neue Center im Einsatz, um den Einlass der erwarteten 100.000 Besucher, die mit rund 40,000 Autos eintreffen, zu regeln. Unter anderem kommt polizeiliche Unterstützung aus Halstenbek und aus Kiel, auch vier Motorradpolizisten sind im Einsatz. Viele Parkverbote, unter anderem am Rande der Altonaer Chaussee, werden aufgehoben und zusätzliche Räume wie das Gelände der Spar-Zentrale am Osterbrooksweg zum Parken bereitgestellt. Gitterzäune säumen die centernahen Straßen, um den Strom der Fußgänger zu kanalisieren.

Ohne Verkehrsbehinderungen läuft das Ganze trotz allem nicht ab. Schon im Voraus prognostiziert der damalige Polizeihauptkommissar Henning Wendt: „Wer nicht zum Center will, sollte diesen Ort weiträumig umfahren.“

Eröffnung des Stadtzentrums war ein Erfolg

Doch es gibt nicht viele, die nicht zu „diesem Ort“ wollen. „Zehntausende stürmten das Stadtzentrum“ titelt das Abendblatt am Tag danach. Im Artikel heißt es: „Schon bei der offiziellen Eröffnung sorgten mehr als 3000 Besucher dafür, dass es in dem Glaskuppelbau wie in einem Ameisenhaufen nur so wimmelte. Wenn die Massen sich auch in Zukunft so drängen werden, wie am ersten Vormittag, werden bei den Geschäftsleuten und Planern frohe Mienen zu erkennen zu sein.“

Schon in der Nacht vor der Eröffnungsfeier sind am Elbe-Einkaufszentrum in Hamburg-Osdorf Schilder aufgestellt worden, die auf die zukünftige Konkurrenz aufmerksam machen und mögliche Kunden aus Hamburg anlocken sollen. Ein Wettbewerbsvorteil könnte die entspanntere Verkehrssituation in der Hamburger Peripherie sein.

Die Eröffnung wird ein voller Erfolg. Die Gäste sind begeistert von dem Spektakel und den Showeinlagen, die ihnen geboten werden. Sowohl im Inneren als auch außerhalb des Einkaufszentrums tobt das Leben, die Verkehrssituation bleibt jedoch dank des Polizeigroßeinsatzes weitestgehend im Griff.

Planungen für Stadtzentrum begannen schon 1988

Das Stadtzentrum mit mehr als 100 Geschäften auf drei Etagen sollte planmäßig einem Einzugsgebiet von rund 300.000 Menschen zur Versorgung dienen. 1988 begann die Planung des Einkaufszentrums, das vom Architekten Volkwin Marg entworfen wurde. Der beeindruckende Bau samt Glaskuppel, die bis heute die lichtdurchflutete Mall krönt, wirkt immer noch ähnlich modern wie vor 30 Jahren. Genau wie das Maskottchen Wilbert der Waschbär, das sich nach wie vor ab und an in der Mall blicken lässt. Unter anderem selbstverständlich auch diesen Oktober, bei den Jubiläumsveranstaltungen.

Vor 30 Jahren heißt es im Abendblatt zur Eröffnung des Stadtzentrums: „Drei Tage lang tanzt der Bär zur Eröffnungsmusik im Schenefelder Einkaufszentrum“. Der Bär, der in diesem Oktober zur Jubiläumsmusik im Schenefelder Einkaufszentrum tanzen wird, hat einen deutlich längeren Atem. Zur Jubiläumsfeier werden die drei auf ganze 23 Tage ausgeweitet.

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