Ralf Stegners Wahlkreis

Pinneberg zählt 48 Stunden lang Stimmen zur Wahl aus

| Lesedauer: 2 Minuten
Nico Binde
In der Kreisstadt Pinneberg liegt immer noch kein Ergebnis für die Bundestagswahl vor. Es werde nach zwei Tagen nach wie vor gezählt. (Symbolbild)

In der Kreisstadt Pinneberg liegt immer noch kein Ergebnis für die Bundestagswahl vor. Es werde nach zwei Tagen nach wie vor gezählt. (Symbolbild)

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Ergebnis aus der Kreisstadt fehlte bis Dienstagabend. Fast zwei Tage brauchte die Auszählung. Das sind die Gründe.

Pinneberg. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann zählen sie noch heute: Diese märchenhafte Formel schien bei der Auszählung der Bundestagswahl in der Stadt Pinneberg Programm zu sein. Denn erst 48 Stunden nach Schließung der Wahllokale liegt in der Kreisstadt ein Ergebnis vor. Die Meldung an den Wahlleiter des Kreises stand bis zuletzt aus.

Nach Angaben der Stadtverwaltung mussten Stimmzettel noch einmal nachgezählt werden. Deshalb habe sich die Meldung aus der zweitgrößten Stadt des Kreises verzögert. Ob dieses Nachzählen nur einzelne Wahllokale betraf oder ein flächendeckendes Problem war, wollte eine Sprecherin nicht sagen. Welche Abweichung ein Nachzählen nötig gemacht hat, blieb ebenfalls unklar. Fakt ist nur: Es dauerte, und zwar lange.

19 Wahlbezirke, mehr als 30.000 Stimmberechtigte

Immerhin: Noch am Dienstagabend wurde auch das offizielle Ergebnis der Bundestagswahl aus den 19 Pinneberger Wahlbezirken verkündet. Die Stadt meldete mit zweitägiger Verspätung, wie die gut 30.000 Wahlberechtigten in Pinneberg abgestimmt haben.

Stegner steht als Sieger trotzdem schon fest

Demnach gewann Ralf Stegner (SPD) nicht nur im Kreis, sondern auch in der Stadt Pinneberg mit 7468 Stimmen gegen Michael von Abercron (CDU) mit 5582 Stimmen. Bei den Zweitstimmen siegte die SPD mit 7090 Stimmen vor der CDU mit 4754 Stimmen. Knapp dahinter: die Grünen mit 4367 Stimmen.

Am Ergebnis für den gesamten Wahlkreis 007 (Kreis Pinneberg) änderte die sehr späte Nachmeldung ohnehin kaum etwas. Zu groß ist der Vorsprung von Ralf Stegner (SPD) mit 31,04 Prozent gegenüber von Abercron (26,43 Prozent). Und auch am Zweitstimmenergebnis rüttelte die verspätete Meldung aus der Stadt Pinneberg nicht. Auch hier setzte sich die SPD im Kreis mit 29,07 Prozent gegen die CDU (22,31 Prozent) durch.

Die Panne in Pinneberg war aber nicht die einzige im Kreis: Auch die Wahlergebnisse aus fünf Gemeinden des Amtes Geest und Marsch Südholstein konnten „aus technischen Gründen“ nur verspätet in der Echtzeit-Erfassung des Kreiswahlamtes abgebildet werden.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Pinneberg