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Erntedank – Wie im Kreis Pinneberg gefeiert wird

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Anne Dewitz
Der Waldenauer Umzug wird sehr viel kleiner ausfallen als in den Jahren vor der Pandemie.

Der Waldenauer Umzug wird sehr viel kleiner ausfallen als in den Jahren vor der Pandemie.

Foto: HA

Kulturgemeinschaft Tornesch lädt zu Live-Musik und Trecker-Schau. Wo im Kreis Erntedank-Umzüge geplant sind.

Kreis Pinneberg.  Im Herbst wird traditionell für die Ernte gedankt. Nachdem im vergangenen Jahr die meisten Erntedankfeste ausfielen, werden sie im Kreis Pinneberg am 3. Oktober wieder gefeiert, wenn auch zum Teil in abgespeckter Form.

Tornesch feiert mit Live-Musik und Trecker-Schau

In Tornesch wird das Erntedankfest bereits am Sonnabend, 2. Oktober, mit Live-Musik auf dem Gelände des Mölln Hof Museums eingeläutet. Die Band Suzie & The Seniors spielt von 20 Uhr an Live-Musik der 60-Jahre. Der Eintritt ist frei. In der Nacht noch bauen die Organisatoren der Kulturgemeinschaft Tornesch die Bühne ab und Bänke für den Gottesdienst auf, der am Sonntag, 3. Oktober, um 10 Uhr auf Plattdeutsch von Pastor Henning Matthiesen am Museum abgehalten wird. „Der hat Tradition und ist sehr beliebt“, sagt Organisator Michael Krüger.

Drei junge Leute vom Jugendzentrum Jott Zett kommen mit einem Spielanhänger und bauen für die Kinder ein Zelt auf. Daneben gibt es für die Kleinen eine weitere Attraktion. Der fliegende Teppich ist wieder im Einsatz – eine Konstruktion, die von einem Trecker gezogen wird. Auf dem Hof werden Landmaschinen und Traktoren ausgestellt, darunter ein frisch restaurierter Allgaier-Traktor von 1949, ein Lanz Bulldog und ein Hanomag Robust.

An der Dreschmaschine aus den 50er-Jahren wird Stroh gedroschen. Ein Modellbauer stellt Lkw und Trecker im Maßstab 1:24 aus. Erwartet werden weitere Trecker-Liebhaber aus dem Umland. Vereinsmitglieder bieten Führungen durch das Museum an. „Und verhungern oder verdursten muss bei uns auch niemand“, verspricht Krüger. Es gibt Bratwurst, Erbsensuppe und Getränke. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf geht an den Kulturverein.

In Holm und Pinneberg wird es Umzüge geben

In Holm wird es ein „Erntedank light“ geben, ausgerichtet vom Förderkreis Kultur und Brauchtum. „Normalerweise fängt die Planung im März an. Da wir zu dem Zeitpunkt nicht wussten, was die Pandemie an Auflagen bringt, haben wir uns für diese Version entschieden“, sagt Förderkreis-Vorsitzender Dieter Hermann. Nach dem Gottesdienst wird die geweihte Erntekrone um 11 Uhr am Gemeindehaus in Empfang genommen.

Der Umzug führt über Steinberge, Hauenweg, Hetlinger Straße, Im Ort, Niederstraße, Lehmweg, Im Sande zum Heimatmuseum. Auch Jagdhornbläser und Feuerwehr sind vertreten. Weitere historische Fahrzeuge, größtenteils von den Holmer Treckerfreunden, schließen sich an. Der Umzug kommt gegen 12 Uhr am Museum an. Dort wird Ladiges Gasthof Essen und Getränke anbieten. „Wir hoffen auf ein gemütliches Zusammensein nach einer so langen Zeit ohne Feste.“

Vor der Pandemie war der Waldenauer Umzug in Pinneberg der größte dieser Art. In diesem Jahr wird es nur einen Mini-Umzug mit drei oder vier Traktoren geben. „Wir mussten schon im Frühsommer planen, da war die Corona-Lage noch unklar“, sagt Daniel Ramcke, der mit Wiebke Lösch und Sönke Neumann die Organisation übernommen hat. „Süßigkeiten werfen wir nicht.“ Zuvor hatte zwölf Jahre Volker Brammer den Erntedankumzug organisiert. Nach einer Morddrohung gegen ihn und andere Organisatoren war er 2020 ausgestiegen.

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