Kreis Pinneberg

Elmshorner können bald wieder Schlittschuh laufen

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Kitty Haug
Stimmungsvolles Bild in den Abendstunden: die Eisbahn auf dem Holstenplatz in Elmshorn.

Stimmungsvolles Bild in den Abendstunden: die Eisbahn auf dem Holstenplatz in Elmshorn.

Foto: HA

Jetzt steht es fest: Eisbahn auf dem Holstenplatz wird dieses Jahr aufgebaut. Und was ist mit dem Lichtermarkt?

Elmshorn.  „Oh, du fröhliche“ – das sind gute Nachrichten, die Lust auf die dunkle Jahreszeit machen, denn sie werden stattfinden, das Stadtwerke Eisvergnügen und der Lichtermarkt in Elmshorn. Die aktuelle Corona-Schutzverordnung bietet den rechtlichen Rahmen für eine derartige Veranstaltung. Wie das Stadtmarketing Elmshorn jetzt bekannt gegeben hat, können Schlittschuhläufer vom 19. November bis zum 2. Januar über die 350 Quadratmeter große Eisfläche auf dem Holstenplatz in Elmshorn flitzen. Und: Der Lichtermarkt genannte Weihnachtsmarkt an der St. Nikolaikirche startet auch kurz darauf, nämlich am 22. November.

Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr Corona-bedingt ausgefallen ist, können sich alle Eislauffans nun wieder ins frostige Vergnügen stürzen. Schulklassen und Kindergartengruppen aus Elmshorn und Umgebung haben die Gelegenheit, sich jeweils von montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr auf dem Eis auszutoben. Während dieser Zeit steht ihnen die Eisfläche exklusiv zur Verfügung. Ausgenommen sind Ferienzeiten und Feiertage.

320 Teams messen sich im Eisstockschießen

Mehrere Hundert Schüler und ihre Lehrkräfte nutzen jedes Jahr die Möglichkeit, Abwechslung in den Schulalltag zu bringen und Spaß mit sportlicher Aktivität zu verknüpfen. Wer sich seine Wunschzeiten sichern will, kann sich ab sofort bei der Firma Interevent, die die Eisbahn betreibt, online unter der Adresse interevent.de/schulklassen anmelden. Der Eintrittspreis für Schulklassen und Kindergärten liegt bei 2,50 Euro pro Kind (Tagespreis). Wer keine eigenen Schlittschuhe besitzt, kann diese für weitere 2,50 Euro für zwei Stunden (Leihgebühr für Gruppen) ausleihen. Auch in diesem Jahr stehen wieder Helme für einen Euro (Preis für zwei Stunden) leihweise zur Verfügung.

Das einstündige und kostenlose abendliche Laufen zur Eröffnung findet in diesem Jahr wieder statt. Auch die Meisterschaften im Eisstockschießen werden ausgetragen. 320 Teams gehen an den Start. Das große Finale ist Mitte Dezember.

Das Erscheinungsbild des Marktes bleibt unverändert

Die Entscheidung hing lange in der Luft. Doch soweit die Corona-Bedingungen den Projekten nicht noch einen Strich durch die Rechnung machen, geht am 22. November bis zum 24. Dezember auch der traditionelle Lichtermark über die Bühne. Viel Zeit ist das nicht mehr bis dahin, aber das Stadtmarketing rund um Geschäftsführerin Manuela Kase, das für das Eisvergnügen und den Lichtermarkt verantwortlich zeichnet, steckt schon tief in der Planung. Fest steht: Das Erscheinungsbild des Marktes wird sich nicht verändern. Die eigens für Elmshorn entworfene, preisgekrönte Weihnachtsbeleuchtung mit ihren 120.000 Lichtpunkten in den Bäumen, die namensgebend für den Markt ist, erleuchtet auch in diesem Jahr die Innenstadt. Ein großer, geschmückter Tannenbaum wird aufgestellt, ebenso wie viele kleine Bäume, die die Buden umgeben. Die rustikale und liebevoll geschmückte Hüttenlandschaft lädt dann für vier Wochen lang zum Essen, Trinken und Bummeln ein.

Auch verschiedenen Aktionshütten werden aufgebaut. So können Kinder in Santas Guter Stube den schlafenden Weihnachtsmann bestaunen und Briefe an ihn in den draußen angebrachten Briefkasten werfen. Oder die figürliche Darstellung der Geschichte um Christi Geburt in Bethlehem vor der Krippe mit ihren großen Holzfiguren betrachten.

Der Engelsflug und die Weihnachtsparade fallen leider aus

„Auf die großen Events wie den Engelsflug zur Eröffnung und die Weihnachtsparade, die Tausende von Besuchern anziehen, werden wir in diesem Jahr auch verzichten müssen“, sagt Kase. Und das gemeinsame Singen auf dem Alten Markt könne, wenn überhaupt, nur an einem anderen Standort stattfinden, so Elmshorns Stadtmarketing-Geschäftsführerin.

Der Weihnachtsmarkt in der Krückaustadt hat eine lange Tradition. Seit 2007 heißt er Lichtermarkt. Ein Begriff der gewählt worden sei, um vor allem auf eines aufmerksam zu machen – den Betreiberwechsel. „Jahrelang pflegte der Elmshorner Weihnachtsmarkt ein Schattendasein“, sagte Bürgermeister Volker Hatje im November 2017 dem Hamburger Abendblatt. Pünktlich zum Weihnachtsmarkt 2007 wurde dann die erste Übereinkunft beschlossen, mit der die in der Innenstadt ansässigen Immobilieneigentümer sich verpflichteten, eine neue Weihnachtsbeleuchtung zu finanzieren. Davon profitierte auch der Weihnachtsmarkt, der seitdem jedes Jahr Tausende von Besuchern anzieht. „Mehr als 100.000 Gäste sind 2019 gekommen. Die Besucherfrequenz war sehr gut“, bilanziert Manuela Kase.

Wenn jetzt alles nach Plan läuft, fällt der Startschuss für den Lichtermarkt am Montag, 22. November, um genau 11 Uhr.

Wie berichtet, hat auch das Pinneberger Stadtmarketing beschlossen, in diesem Jahr das Weihnachtsdorf vor der Drostei wieder aufzubauen.

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