Weihnachtsmarkt

Neue Corona-Regeln: So plant Pinneberg das Weihnachtsdorf

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Alexander Sulanke
Das Pinneberger Weihnachtsdorf, als Corona noch nicht bekannt war.

Das Pinneberger Weihnachtsdorf, als Corona noch nicht bekannt war.

Foto: Birgit Schmidt-Harder/Stadtmarketing Pinneberg

Der Weihnachtsmarkt soll in jedem Fall ausgerichtet werden. Wer ihn organisiert, wer mitmachen soll, welche Regeln gelten.

Pinneberg.  Nach einer beklemmend stillen und farblosen die wenige Tage vor dem Fest in einen Lockdown mündete, stehen fürs Jahresende 2021 alle Zeichen weitgehend auf Normalität. So ist seit Freitag klar: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es in Pinneberg wieder ein Weihnachtsdorf vor der Drostei geben. „Nach vielen Gesprächen mit Bürgermeisterin Urte Steinberg und den Vertretern der politischen Fraktionen, die sich alle einhellig sehr für ein Weihnachtsdorf eingesetzt haben, konnten wir endlich eine Entscheidung treffen“, sagt Citymanagerin Birgit Schmidt-Harder.

Den Ausschlag gaben die von der Landesregierung beschlossenen Lockerungen der Corona-Auflagen, die vom heutigen Montag an gelten. Sie erlauben Veranstaltungen im Außenbereich ohne Zugangsbeschränkungen – eine wesentliche Voraussetzung für einen Weihnachtsmarkt. „Das kann aber nur eine Momentaufnahme sein“, sagt Schmidt-Harder. „Wichtig für Pinneberg ist deswegen: Wir planen so, dass wir auf Corona-Verschärfungen reagieren können, indem wir zum Beispiel etwaige Zugangsbeschränkungen vorhalten und das Tragen einer Gesichtsmaske empfehlen werden.“

Örtliche Gastronomen können sich bewerben

Partner des Pinneberger Stadtmarketings ist wieder der Gastronomie-Unternehmer Jens Stacklies, der das Weihnachtsdorf schon achtmal ausgerichtet hat. Er wird die Budenstadt im Herzen Pinnebergs dieses Jahr vermutlich etwas kleiner und weniger eng planen als zuletzt 2019 – ein „Weihnachtsdorf light“ sozusagen. „Das stimmen wir aber während der Planungsphase genaustens mit den Ordnungs- und Gesundheitsbehörden ab“, sagt Jens Stacklies. „Klar ist aber schon jetzt, dass wir vermutlich für die Sicherheit unserer Gäste die große und offen zugängliche Winterhütte nicht werden aufbauen können.“

Fest steht, dass die örtliche Gastronomie in die Großveranstaltung einbezogen werden soll. Jens Stacklies: „Jede Innenstadt-Gastronomin und jeder Innenstadt-Gastronom kann sich gern gegen eine übliche Standgebühr für eine Hütte bei uns bewerben.“ Das war bereits im vergangenen Jahr so besprochen worden. Der Unternehmer reagierte damit auf Kritik an dem ebenfalls von ihm organisierten Biergarten vor der Drostei im Sommer 2020. Auch örtliche Kunsthandwerker sollen dabei sein. „Kunsthandwerker genießen auf dem Pinneberger Weihnachtsdorf Sonderkonditionen“, kündigt Stacklies an.

Citymanagerin: „Startschuss in die Nachcoronazeit“

Wie schon in den vergangenen Jahren sollen auch die örtlichen Schulen wieder die Möglichkeit bekommen, ihre Schüler Selbstgebasteltes verkaufen zu lassen. „Die Wichtelhütte hat sich zu so einer wunderbaren Institution auf unserem Weihnachtsdorf entwickelt, dass wir sie auch dieses Jahr wieder den Schulen kostenlos zur Verfügung stellen werden“, sagt Stacklies.

Citymanagerin Schmidt-Harder ist glücklich über die aktuelle Entwicklung. „Wir freuen uns sehr, dass Herr Stacklies und sein Team diese Entscheidung so positiv für Pinneberg getroffen haben“, sagt sie. „Wir alle brauchen wieder ein Stück Normalität – natürlich immer unter Wahrung der Auflagen. Und wenn wir wieder in der City Weihnachten feiern können, wie wir das schon achtmal mit der Unternehmerfamilie Stacklies getan haben, ist das wie der Startschuss für die langersehnte Nachcoronazeit.“

Wenn jetzt alles nach Plan läuft, fällt der Startschuss fürs Weihnachtsdorf 2021 am Mittwoch, 24. November, um genau 18 Uhr.

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