Protest

Fahrraddemo für sichere Schulwege in Pinneberg

von rechts nach links Philip Bandorf, Michael Kupka, Irene Thelen-Denk

von rechts nach links Philip Bandorf, Michael Kupka, Irene Thelen-Denk

Foto: Sophie Masuch

Etwa 100 Pinneberger fordern bei einer Zweiradtour den Ausbau von Fahrradstraßen

Pinneberg. Knapp 100 Radfahrer haben sich am Freitagnachmittag auf dem Drosteiplatz in Pinneberg für eine Demonstration getroffen. Die Protestkundgebung stand unter dem Motto „Sichere Schulwege durch Fahrradstraßen“. Die Teilnehmer fordern eine Umsetzung der von der Stadtverwaltung geplanten Fahrradstraßen.

Nach einer kurzen Auftaktveranstaltung vor der Drostei führte die Fahrrad-Demo für fast zwei Stunden quer durch die Stadt. Die 15 Kilometer lange Route streifte alle geplanten Fahrradstraßen. Organisiert wurde die Protestfahrt von der Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).

Demonstranten fordern Fahrradstraßen

Warum die Teilnehmer die Fahrradstraßen für nötig halten? Die beiden Pinneberger Familienväter Philip Bandorf und Michael Kupka erklären es. „Die Verkehrssituation ist echt übel.“, sagt Philip Bandorf, Anwohner der Manfred-von-Richthofen-Straße, einer vielbefahrenen Straße in Bahnhofsnähe. Die Autos würden dort deutlich über dem erlaubten Tempolimit fahren, daher setze er sich nun für die Entstehung von Fahrradstraßen ein. „Es geht mir darum die Kinder abzusichern, dass sie nachmittags gefahrlos auch mal auf der Straße spielen können und nicht gleich totgefahren werden.“

Fahrradstraßen dienen der Bündelung des Radverkehrs. Auf ihnen gelten spezielle Regeln. So dürfen hier, wenn nicht durch Zusatzschilder zugelassen, nur Fahrräder und E-Scooter fahren. Falls doch Autos und Motorräder zugelassen sind, gilt eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30, auf Radfahrer muss besondere Rücksicht genommen werden. Damit gewährleisten sie vor allem Schulkindern eine höhere Sicherheit auf dem Weg zur Schule.

( hspmas )

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