Sana-Konzern

Plan für zentrales Großkrankenhaus erntet Zustimmung

Das Regio Klinikum in Pinneberg soll nach Plänen der Sana-Klinikleitung in den nächsten Jahren geschlossen werden.

Das Regio Klinikum in Pinneberg soll nach Plänen der Sana-Klinikleitung in den nächsten Jahren geschlossen werden.

Foto: HA

Betriebsrat und Gewerkschaft bewerten Idee der Regio Klinik positiv – im Gegensatz zur Politik

Kreis Pinneberg.  Nach der Ankündigung der Geschäftsführung der Regio Klinik, ein neues Großkrankenhaus in Tornesch zu bauen und dafür die Kliniken in Elmshorn und Pinneberg zu schließen, beurteilt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di diese Pläne „grundsätzlich positiv“. Steffen Kühhirt, ver.di-Fachbereichsleiter für Gesundheitspolitik: „Ein Krankenhausneubau bietet Chancen für die Beschäftigten und für die Menschen in der Region, denn er kann die Arbeitssituation für die Beschäftigten verbessern und die Versorgungsqualität erhöhen.“

Wichtig sei, dass Mitbestimmung und Interessen der Beschäftigten berücksichtigt werden. Die Chance, unterschiedliche Versorgungsbereiche wie Hospiz, Altenpflege, Reha sowie ambulante und stationäre Akutversorgung unter einem Dach mit moderner Infrastruktur zu vernetzen, sollte aber nicht verstreichen.

Betriebsrat der Regio Kliniken steht hinter Neubauplänen

Der Neubau solle aber nicht ausschließlich nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geplant werden, sondern die medizinische Versorgung der Menschen im Mittelpunkt haben. Am kommenden Dienstag werde es eine erste digitale Mitgliederversammlung geben, um den Verlauf konstruktiv zu begleiten. Eingeladen dazu hat die zuständige Gewerkschaftssekretärin Imke Wriedt.

Der Betriebsrat der Regio Kliniken steht ebenfalls voll hinter den Neubauplänen. „Die ersten Reaktionen der Kolleginnen und Kollegen sind fast ausschließlich positiv“, teilt die Betriebsratsvorsitzende Herta Laages mit. Eine Betriebsratskollegin sagt sogar: „Wir sind begeistert. Es kann nur besser werden.“ Die Überschriften in den Medien seien zum Teil „irreführend“, sagt Laages: „Es geht nicht um die Schließung von Kliniken, sondern darum, zusammenzuführen, was zusammengehört.“ Auf Betriebsversammlungen im September und Oktober werde mit den Beschäftigten weiter diskutiert und eine Stellungnahme beraten.

( nib/bf )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Pinneberg