Kreis Pinneberg

Tierschützer wildern schwer verletzten Seeadler wieder aus

Das Seeadlerweibchen, das im Artenschutzzentrum Klein Offenseth-Sparrieshoop aufgepäppelt wurde.

Das Seeadlerweibchen, das im Artenschutzzentrum Klein Offenseth-Sparrieshoop aufgepäppelt wurde.

Foto: Christian Erdmann / HA

Das Tier konnte nicht an eine Auffangstation vermittelt werden und kam schließlich in den Kreis Pinneberg.

Kreis Pinneberg. Es sah nicht gut aus für das Seeadlerweibchen, damals, im November 2020. Nach einem Autounfall in der Nähe von Rostock wurde der stolze Greifvogel zwar vom Team des Tierheims Rostock gepflegt. Doch alle Bemühungen, das Tier an eine Auffangstation zu vermitteln, schlugen fehl.

Seeadlerweibchen kann ausgewildert werden

Auch die Angst vor einer möglichen Ansteckung mit dem Vogelgrippe-Erreger machte die Vermittlung schwierig – bis Christian Erdmann vom Artenschutzzentrum in Klein Offenseth-Sparrieshoop ins Spiel kam. Denn nun, sechs Monate nach der Aufnahme im Kreis Pinneberg, konnte das Tier in Kollmar an der Elbe ausgewildert werden.

Diesem Erfolg voraus gingen zähe Verhandlungen. Irgendwann lagen aber die Genehmigung der zuständigen Veterinärämter in Pinneberg und Rostock vor, sodass der Seeadler nach Sparrieshoop umziehen konnte. „Das Tier war in einem schlechten Zustand“, berichtet Erdmann. Seeadler seien spezielle Pfleglinge, die viel Platz brauchen.

In der großen Seeadlervoliere in Sparrieshoop sei das möglich gewesen. Zumal ein weiterer Seeadler in Pflege war und die Gesellschaft beiden Vögeln gut getan habe. Mit artgerechter Nahrung, die auch vom Angelsportverein Pinneberg gespendet wurde, kam das Weibchen zu Kräften und lernte erfolgreich wieder fliegen.

( nib )

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