Elmshorn

Dieses Vorzeigeobjekt soll mehr als nur ein Modehaus werden

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Der Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje (v. l.), Bauherr Marc Ramelow und Architekt Jochen Messerschmid legen den Grundstein samt Kupferrolle mit Erinnerungsstücken für den Neubau.

Der Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje (v. l.), Bauherr Marc Ramelow und Architekt Jochen Messerschmid legen den Grundstein samt Kupferrolle mit Erinnerungsstücken für den Neubau.

Foto: Anne Dewitz

Grundstein für das neue Gebäude von Marc Ramelow in Elmshorns City gelegt . Was sich der Bauherr von der Politik wünscht.

Elmshorn.  Es soll als Scharnier fungieren zwischen Königstraße und dem neu gestalteten Buttermarkt: Am Mittwoch wurde in Elmshorns City der Grundstein für das neue Gebäude von Marc Ramelow gelegt, gleich neben dem schon bestehenden Modehaus, derzeit auf beiden Seiten eingerüstet. Das Obergeschoss erhält unter anderem große Fenster. „Schon vor Ramelow gehörten beide Grundstücke in der Mitte des 19. Jahrhunderts zusammen“, sagt Bauherr Ramelow. So schließe sich der Kreis.

1200 Quadratmeter Verkaufsfläche

Der seit Jahren leer stehende Gebäudekomplex in der Königstraße 39 bis 41 – seit zehn Jahren im Besitz der Familie – wurde abgerissen und wird durch einen dreistöckigen Neubau mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern ersetzt. Für Ramelow ein Bekenntnis zum Standort Elmshorn trotz schwieriger Zeiten. „In einem Jahr können Sie dann von der Dachterrasse das Areal überblicken“, so der Geschäftsmann.

Es gehe nicht in erster Linie darum, noch mehr Klamotten zu verkaufen, sondern einen Platz zu kreieren, an dem Menschen Spaß haben. „Modeshopping ist für die meisten eine Freizeitbeschäftigung, die ihnen Spaß macht“, sagt Ramelow. Und auch das Gebäude solle Spaß machen und Begegnungsstätte sein. Dafür sorgten Gastronomie im Haus und die Dachterrasse. Zudem entstehen Büroräume für die Verwaltung, die zu den Verkaufsflächen hin durchlässig sind. Auch Co-Working sei eine Option, für Menschen, die ihren Laptop hier aufklappen wollen, um zu arbeiten.

Neubau soll besonders nachhaltig werden

Einen Appell richtete Ramelow an Politik und Verwaltung, im Einzelhandelskonzept für die Innenstadt auch ein weiter gefasstes Sportsortiment zuzulassen. Eine finale Entscheidung zur Freigabe wird derzeit im Innenministerium in Kiel geprüft. „Wir als Sportbetreiber haben kein Problem mit anderen Sportanbietern.“

Bürgermeister Volker Hatje bedankte sich bei Ramelow als „visionärem Unternehmer“ und dessen Plädoyer für eine lebendige Innenstadt. „Die Grundsteinlegung verbreitet Aufbruchstimmung nach Corona.“ Als großer Player gehe Ramelow mutig und zuversichtlich voran. Das zeige Sogwirkung, so Hatje mit Blick auf die gegenüberliegende Tchibo-Filiale, die gerade renoviert werde. Auch andere würden nachziehen.

Architekt Jochen Messerschmid feierte den schönen Entwurf, der nicht mit jedem Bauherrn möglich sei: „Man muss schon Willen und Mission haben.“ Zudem werde das Gebäude mit Photovoltaikanlage auf dem Dach und Erdwärmereglung ein nachhaltiges.

( ade )

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