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Umbau: So sieht der neue OP im Klinikum Pinneberg aus

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OP-Managerin Eefje Barber im lichtdurchfluteten OP-Anbau.

OP-Managerin Eefje Barber im lichtdurchfluteten OP-Anbau.

Foto: Burkhard Fuchs

Regio Kliniken investieren 21 Millionen Euro in neue Räume mit modernster Technik. OP-Trakt ist nun 2500 Quadratmeter groß.

Pinneberg.  Im Regio-Klinikum Pinneberg können die Ärzte jetzt schwere Operationen bei Tageslicht vornehmen. Die Regio Kliniken haben nach viereinhalb Jahren Bauzeit den neuen, zweigeschossigen Operationstrakt endgültig fertiggestellt, in den das Unternehmen 21,1 Millionen Euro investiert hat.

Rund ein halbes Jahr später als geplant ist der futuristisch anmutende Bau nun vollständig einsatzfähig. Sechs OP-Säle, ausgerüstet mit modernster Medizintechnik, stehen hier auf knapp 1300 Quadratmetern im Obergeschoss zur Verfügung.

Land fördert Neubau mit fast 15 Millionen Euro

Dazu kommt der komplett umgebaute OP-Bereich im Nordflügel mit Umkleideräumen, Schleusen und Bettenlager, sodass der gesamte OP-Trakt jetzt 2500 Quadratmeter Platz bietet.

Im Erdgeschoss darunter befindet sich die neue Zentrale Notaufnahme mit zusätzlichen Behandlungsplätzen, die vor gut einem Jahr ihren Betrieb aufgenommen hat. „Nunmehr sind alle relevanten, modernisierten Funktionsbereiche in Betrieb genommen worden“, sagt Kliniksprecherin Birga Berndsen.

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Mit 14,9 Millionen Euro habe das Land die Investition gefördert, die nun „eine Notfallversorgung unserer Patienten auf höchstem Niveau möglich macht“, sagt OP-Managerin Eefje Barber. 6,2 Millionen Euro hat der Anteil für die Regio Kliniken betragen, die zu 25 Prozent dem Kreis Pinneberg und zu 75 Prozent den Sana-Kliniken gehören.

7000 chirurgische Eingriffe pro Jahr

Auch die hypermoderne Sensor-Beleuchtungstechnik sei so innovativ, dass sie mit einer Vielzahl von Leuchtdioden dafür sorge, dass Gerätschaften oder Hände der Chirurgen beim Eingriff keinen Schatten würfen.

Über neue, große Bildschirme sei zudem das Operationsgeschehen genau zu verfolgen. Mobile Tischsäulen mit den benötigten Gerätschaften sorgten für eine „hohe räumliche Flexibilität“, sagt Berndsen. Der Altbau war dagegen fensterlos und ließ kein Tageslicht in die OP-Säle.

Etwa 7000 chirurgische Eingriffe werden pro Jahr im Klinikum Pinneberg ausgeführt. Mit dem Krankenhaus in Elmshorn waren es im vorigen Jahr knapp 15.000 Operationen im Kreis Pinneberg. In der Kreisstadt sollen jetzt vor allem Patienten nach Unfällen und Eingriffen in der Allgemein- und Gefäßchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Adipositas- und Viszeralchirurgie nach Verletzungen der inneren Organe vorgenommen werden.

Liegen für besonders schwere Patienten

So sind auch stabilere OP-Liegen angeschafft worden, die es möglich machen, Patienten, die bis zu 320 Kilogramm wiegen, problemlos zu operieren. Vorher war dies nur bis zu 240 Kilogramm Gewicht möglich. In der auf die dreifache Größe erweiterten ZNA sind nun acht stationäre Schock-Therapieplätze eingerichtet.

Vier Plätze stehen zudem für die Untersuchung von starken Schmerzen im Brustbereich rund um die Uhr bereit. In dem neuen OP-Trakt in Pinneberg werden täglich rund 80 Ärzte und Pflegekräfte im Einsatz sein.

( bf )

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