Kreis Pinneberg

Warum die Stadtwerke Pinneberg besonders streng sind

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Noch am gestrigen Dienstag durften nur Geimpfte oder Getestete das Service-Center der Stadtwerke betreten.

Noch am gestrigen Dienstag durften nur Geimpfte oder Getestete das Service-Center der Stadtwerke betreten.

Foto: Katja Engler

Das Servicecenter an der Dingstätte durften bis jetzt nur Geimpfte oder Getestete betreten. Die Hintergründe.

Pinneberg.  Die Pinneberger Stadtwerke sind besonders streng, was die Einhaltung von Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie angeht. So streng, dass bis zum gestrigen Dienstag niemand das Service-Center an der Dingstätte betreten durfte, der nicht geimpft oder getestet war – im Gegensatz zum ringsum florierenden und rege besuchten Einzelhandel, dessen Ladenlokale schon länger ohne Test oder Registrierung offen stehen. „Grundsätzlich sieht unsere Planung vor, ab diesen Mittwoch im Servicecenter in der Dingstätte den Testnachweis auszusetzen“, sagt Pressesprecher Danny Clausen-Holm zuversichtlich.

Wer von heute an seinen Internet-Anschluss anmelden, den Telefonanschluss kündigen oder sich eine Fritz!Box anschaffen möchte, muss aber auch künftig eine Maske anlegen, und maximal zwei Personen dürfen sich zur gleichen Zeit in dem Ladenlokal aufhalten. Die auffallend strengen Regelungen wurde nicht aus Jux und Dollerei getroffen, sondern es gibt eine Erklärung dafür. Die liefert Danny Clausen-Holm: „Wir sehen für unseren Betrieb eine besondere Verantwortung und dementsprechend ein besonderes Individualrisiko. Auch das unterscheidet uns von vielen Unternehmen im Einzelhandel.“

Stadtwerke wollen jederzeit vollständigen Betrieb gewährleisten

Innerhalb der 140 Mitarbeiter umfassenden Belegschaft habe es „dank sehr hoher Schutzmaßnahmen in der gesamten Zeit“ nur wenige infizierte Einzelfälle gegeben. „Ein Ausbruch in Arbeitsteams konnte sogar vollständig unterbunden werden“, so der Pressemann. Zudem seien inzwischen weite Teile der Belegschaft geimpft worden, denn das Unternehmen hatte durch den betriebsärztlichen Dienst allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Impfangebot gemacht.

„Als Trägerin einer kritischen Infrastruktur ist unser Hauptziel, jederzeit vollständigen Betrieb und Entstörungsdienste im 24-Stunden-Rhythmus an sieben Tagen in der Woche lückenlos für alle Sparten zu gewährleisten“, sagt Clausen-Holm. Wer bei den Stadtwerken arbeitet, ist also genauso unverzichtbar, wie Feuerwehrleute, Polizisten oder Krankenpfleger.

Der aktuelle Inzidenzwert liegt bei 64 und damit über dem bisher als kritisch angesehenen Wert von 50. Gestern Nachmittag wurden auf dem Bund-Länder-Treffen neue Schritte oder auch Öffnungen und Lockerungen vereinbart. Was diese brandaktuellen Beschlüsse für Schleswig-Holstein bedeuten, hat Ministerpräsident Daniel Günther erst nach Redaktionsschluss am Abend bekannt gegeben.

( eng )

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