Pinneberg

Schließung: Modekette Mister Lady verlässt Pinneberg

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Mister-Lady-Filiale am Pinneberger Lindenplatz schließt am 24. Juli 2021

Mister-Lady-Filiale am Pinneberger Lindenplatz schließt am 24. Juli 2021

Foto: Alexander Sulanke

Mister Lady schließt Filiale am Lindenplatz in der Pinneberger City Ende Juli. Der Räumungsverkauf läuft.

Pinneberg.  Die roten Plakate in den Schaufenstern versprechen Rabatt, alles gibt’s jetzt 20 Prozent billiger. Doch das ist kein normaler Saisonschlussverkauf im Herzen der Pinneberger Innenstadt. Mit Mister Lady gibt eine der großen Modeketten ihren Standort am Lindenplatz auf. „Unser Store in Pinneberg schließt zum Ende des Monats“, sagt Dorothee Mergenthaler, Marketingmanagerin des Schwabacher Unternehmens, auf Abendblatt-Anfrage. Letzter Verkaufstag sei Sonnabend, 24. Juli. Begründung: Das Mietverhältnis ende.

Die Filiale war am 1. August 2016 eröffnet worden. Damals, vor fünf Jahren, hieß es, Mister Lady habe einen Zehnjahresvertrag für die 350 Quadratmeter großen Räume unterzeichnet.

„Wir spüren den Wandel im Einzelhandel auch in Pinneberg. Der Onlinehandel belastet vor allem die Schuh- und Bekleidungsbranche. Das Coronajahr hat den Trend zum Onlinehandel noch stärker hervortreten lassen“, sagt Pinnebergs Wirtschaftsförderer Marco Bröcker.

Wirtschaftsförderer hält Standort für hervorragend

Der Räumungsverkauf von Mister Lady zeige deutlich, vor welchen Herausforderungen alle Innenstädte in Deutschland stünden. Pinneberg bilde da keine Ausnahme. Bröcker weiter: „Das Stadtmarketing und die Wirtschaftsförderung befinden sich in engem Kontakt mit den Immobilieneigentümern und leisten dort, wo es möglich ist intensive Hilfestellung.“

Vor Mister Lady war die Modekette New Yorker Mieterin der Ladenfläche mit Adresse Dingstätte 5. Die Firma zog sich dann im Dezember 2015 noch vor dem Ende des Weihnachtsgeschäfts völlig überraschend aus Pinneberg zurück. In Pinneberg eröffnete im folgenden Sommer vorübergehend eine Skaterbahn in den Räumlichkeiten.

Wirtschaftsförderer Marco Bröcker ist trotz des sich ankündigenden weiteren Leerstandes optimistisch. „Ich bin zuversichtlich, dass der Eigentümer in Kürze einen Nachmieter finden wird, da es sich um einen hervorragenden Standort handelt.“

Ähnlich hatte sich sein Amtsvorgänger Stefan Krappa im Dezember 2015 nach der Schließung von New Yorker geäußert: Er glaube nicht, dass es zu längerfristigem Leerstand kommen werde, „die Fläche am Lindenplatz ist sehr attraktiv.“ Er hatte recht.

( sul )

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