Kreis Pinneberg

Elmshorn hat jetzt eine eigene „Eselsbrücke“

Kitty Haug
Klimaschutzmanager Markus Pietrucha (v. l.), Uwe Hildebrandt (FDP, Mitglied im Beirat Klimaschutzfonds) und Baustadtrat Lars Bredemeier geben den Kreisverkehr frei.

Klimaschutzmanager Markus Pietrucha (v. l.), Uwe Hildebrandt (FDP, Mitglied im Beirat Klimaschutzfonds) und Baustadtrat Lars Bredemeier geben den Kreisverkehr frei.

Foto: KITTY HAUG / Kitty Haug

1,2-Millionen-Euro-Projekt für die fahrradtaugliche Anbindung des Gewerbegebiets Grauer Esel ist fertig.

Elmshorn.  Mit der Freigabe des Kreisverkehrs Hans-Böckler-Straße hat die Stadt Elmshorn das langjährige Projekt „Eselsbrücke Elmshorn – der Brückenschlag für den Radverkehr ins Gewerbegebiet Grauer Esel“ abgeschlossen. Insbesondere dem Berufspendelverkehr steht dank der „Eselsbrücke“ eine attraktive und klimaschonende Verbindung für die Fahrradnutzung zwischen dem Bahnhof und dem Gewerbegebiet beziehungsweise dem Regio Klinikum zur Verfügung.

Gemeinsam mit Unternehmen des Gewerbegebiets und weiteren Partnern hat die Stadt für die „Eselsbrücke“ 16 Einzelprojekte umgesetzt. 18 Projekt entlang einer Achse vom Bahnhof bis zum östlichen Endes des Industriegebietes wurden anvisiert. Zwei können nicht realisiert werden, etwa weil das Stadtverordnetenkollegium ein Projekt gekippt hatte oder ein Projektpartner ausgefallen war. Umgesetzt sind unter anderem ein Fahrradleihsystem, Fahrradständer mit E-Ladestation, ein Fahrradparkhaus am Bahnhof, die Optimierung verschiedenster Straße, sodass Radfahrer die Straßen besser überfahren können, die Anbringung von Spiegeln an Kreuzungen und Ampelanlagen, mit denen der sogenannte tote Winkel sichtbar gemacht wird, sowie außerdem eine mobile Fahrradwerkstatt.

Den Fahrradfahrern eine Brücke aus der Innenstadt ins Industriegebiet Grauer Esel zu schlagen – dieser Idee verdankt das Projekt seinen Namen. Ziel ist es, den Anteil der Menschen, die das Fahrrad für den Weg zur Arbeit nutzen, um zehn Prozent im Vergleich zum Projektstart im Jahr 2017 zu steigern und so 600 Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen.

1,2 Millionen Euro hat die Stadt das Projekt gekostet. Mit knapp 600.000 Euro wurde der Brückenschlag vom Bundesumweltministerium aus dessen Förderprogramm „Klimaschutz im Radverkehr“ unterstützt, fasst der Klimaschutzmanager der Stadt, Markus Pietrucha, die Kosten zusammen.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Pinneberg