Kreis Pinneberg

Sportentwicklung in Halstenbek – jetzt sind Bürger gefragt

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Natalie Steffen (Projektverantwortliche) Claudius von Rüden, Bürgermeister in Halstenbek, und Stephanie Hinz (Fachdienstleitung Kinder & Kultur), ermuntern Halstenbeker, sich zu beteiligen.

Natalie Steffen (Projektverantwortliche) Claudius von Rüden, Bürgermeister in Halstenbek, und Stephanie Hinz (Fachdienstleitung Kinder & Kultur), ermuntern Halstenbeker, sich zu beteiligen.

Foto: Gemeinde Halstenbek

In das Konzept zum Ausbau der Sportstätten soll die Meinung der Einwohner einfließen. Online-Beteiligung möglich.

Halstenbek. Die Rahmenbedingungen für Sport und Bewegung in Halstenbek sollen verbessert werden. Das ist das Ziel des Sportentwicklungskonzepts, das seit Februar erarbeitet wird. Es handelt sich um ein mehrstufiges Beteiligungsverfahren, in das sich jeder Bürger einschalten kann. Dazu wird ab Mai eine Beteiligungsplattform im Internet freigeschaltet. Die Gemeinde fordert nochmals möglichst viele Einwohner auf, sich in den Prozess aktiv einzubringen.

Erklärtes Ziel der Sportentwicklungsplanung ist, Menschen aller Altersgruppen zu einer aktiveren und gesünderen Lebensgestaltung zu bewegen. Durch eine bedarfsorientierte Planung sollen tragfähige Grundlagen für vielfältige sportliche Betätigungen in der Gemeinde geschaffen werden, die nach den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichtet sein sollen. Die Sportentwicklungsplanung dient als Steuerungsinstrument und Entscheidungsgrundlage für sportpolitische Entwicklungen in den kommenden zehn bis 15 Jahren.

Im ersten Schritt war im Februar eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen und damit begonnen worden, wesentliche Strukturdaten zu Sport und Bewegung und zur Bevölkerungsentwicklung in Halstenbek zu erheben und auszuwerten. In einem zweiten Schritt sind über ein Zufallsverfahren 1500 Bürger ausgewählt worden, die eine Einladung per Post zu einer repräsentativen Befragung zu Bewegung und Sport in Halstenbek erhalten werden. Sie findet analog statt, die Ausgewählten erhalten einen Fragebogen zum Ausfüllen inklusive einem Kuvert für die Rücksendung.

Mitmachtgelegenheit auf halstenbek.de

Drittes Standbein ist eine allgemeine Bürgerbefragung unter dem Motto „Mach’ mit“. Ab dem 1. Mai wird unter der Rubrik „Freizeit & Sport“ auf www.halstenbek.de ein Online-Link freigeschaltet, bei dem alle Bürger der Gemeinde ihre Meinung zur aktuellen sportlichen Situation in Halstenbek abgeben können. Es werden unter anderem Fragen gestellt, welche öffentlichen Sporträume genutzt werden und wie die Zufriedenheit mit der der Ausstattung ist. Auch wollen die Organisatoren wissen, aus welchem Grund Sport getrieben wird. Die Befragung erfolgt anonym.

Neben Fragen zur Sportstättensituation werden lediglich Angaben zum Alter und Geschlecht der Teilnehme benötigt. Bürgermeister Claudius von Rüden setzt auf eine hohe Beteiligung. „Je mehr Menschen mitmachen, desto genauer können wir den Sport in Halstenbek an den Bedürfnissen und Wünschen unserer Bürger ausrichten.“

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) unter der Leitung von Professor Dr. Jens Flatau. „Sport ist beliebt bei Alt und Jung, bringt Menschen zusammen hält gesund – gute Gründe, die bestmöglichen Voraussetzungen dafür zu schaffen“, betont der Professor.

Er wird nach Abschluss der Bürgerbefragung, der Workshops der Arbeitsgruppe und der Bestandsanalyse der Sportstätten zum Ende des Jahres ein Sportentwicklungskonzept mit Handlungsempfehlungen erstellen. Dieser Prozess wird finanziell vom Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

( kol )

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