Schleswig-Holstein

Kein Sonderstatus für Feuerwehren bei Corona-Impfung

Ein Arzt bereitet eine Impfung in seiner Hausarztpraxis vor (Symbolbild).

Ein Arzt bereitet eine Impfung in seiner Hausarztpraxis vor (Symbolbild).

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Sonder-Impfaktion für Angehörige von Feuerwehren nicht möglich, weil es an Impfstoff und Infrastruktur mangelt.

Kreis Pinneberg.  Eine großangelegte Impfaktion für die Feuerwehren des Landes Schleswig-Holstein wird es nicht geben. Das ist das Ergebnis einer Videokonferenz aller Stadt- und Gemeindewehrführer sowie weiterer Feuerwehrangehöriger mit dem zuständigen Gesundheitsministerium.

„Gern hätten wir auf der politischen Ebene ein anderes Ergebnis erzielt“, sagt Landesfeuerwehrchef Frank Homrich aus Wedel, der auch Kreisbrandmeister in Pinneberg ist. Es habe auf Bundesebene Entscheidungen gegeben, „die man gut finden kann oder eben nicht. Als Feuerwehr sollten wir diese aber akzeptieren. Das erwarten wir in unserem eigenen Führungssystem ja auch“, so Homrich weiter.

Das Kieler Ministerium sei sich der Rolle der Feuerwehren im Land durchaus bewusst, verweise aber auch auf andere gefährdete Gruppen in der Priorität 3 mit vergleichbaren Berechtigungen. Laut Entscheidungen des Bundes verbleiben die Feuerwehrangehörigen in dieser Prioritätsgruppe. Andere Bundesländer, die von dieser Reihenfolge abweichen, begingen aus Sicht des Ministeriums einen Rechtsbruch.

Laut Homrich ist eine großangelegte Sonder-Impfaktion für Feuerwehren derzeit nicht möglich, weil es schlicht an Impfstoff fehle. Wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt, müsse in der Folge neu bewertet werden. Das Land werde einem Aufbau zusätzlicher Impflogistik für Feuerwehren aktuell nicht zustimmen, solange die Infrastruktur in den Impfzentren steht und genutzt werden kann – zum Beispiel auch nach regulärem Dienstschluss und sofern Impfstoff vorhanden ist.

( kol )

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