Geflügelpest

Stallpflicht für Geflügel im Kreis Pinneberg aufgehoben

Hühner stehen auf dem Freigelände eines Geflügelhofs (Symbolbild).

Hühner stehen auf dem Freigelände eines Geflügelhofs (Symbolbild).

Foto: Jan Woitas / dpa

Tiere dürfen in weiten Teilen wieder an die Luft. Nur an der Elbe und der Pinnau gilt weiterhin eine Stallpflicht.

Kreis Pinneberg.  Nach fast sechs Monaten wurde die Stallpflicht für Hausgeflügel in einem großen Teil des Kreisgebiets am Donnerstag aufgehoben. Seitdem gelten die verschärften Regeln zum Schutz vor der Geflügelpest nur noch in Risikogebieten entlang der Elbe und der Pinnau. Weiterhin verboten, so die Kreisverwaltung, bleiben aber Geflügelausstellungen und Geflügelmärkte.

Hintergrund der Lockerungen für einen Großteil der knapp 100 Geflügelhaltungsbetriebe mit etwa 30.000 Tieren ist, dass in den vergangenen sechs Wochen keine weiteren Fälle der Vogelgrippe bei Wildvögeln im Kreis Pinneberg nachgewiesen worden sind. Deshalb habe das Veterinäramt die Risiken neu bewertet und mit dem zuständigen Landesministerium abgestimmt. Demnach sind lediglich Geflügelhaltungen in den Gemeinden Haselau, Haseldorf, Hetlingen, Holm, Neuendeich, Seester und Seestermühe sowie der Stadt Wedel durch den Eintrag des Influenza-Virus (HPAIV) des Subtyps H5 Erregers gefährdet. Das betrifft insbesondere einen 3000 Meter breiten Zonenstreifen zur Elbe. In Haselau, Moorrege, Neuendeich, Seestermühe und der Stadt Uetersen gilt die Stallpflicht für Halter, deren Vögel weniger als 500 Meter Abstand zur Pinnau zwischen Uetersen (Moorreger Chaussee) und der Mündung in die Elbe haben.

Für beide Bereiche gilt, dass Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse nur in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, etwa einer Voliere, gehalten werden dürfen. Und auch nur dann, wenn diese nach oben und zur Seite mit dichten Abdeckungen gegen den Eintrag schützt. Zudem sollten die Käfige gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert sein. Zur dichten Abdeckung nach oben mit Netzen oder Gittern darf die Maschenweite nicht mehr als 25 Millimeter betragen.

Für das übrige Kreisgebiet wird die tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung aufgehoben.

( nib )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Pinneberg