Kreis Pinneberg

Elmshorn hat jetzt einen Koordinator fürs Ehrenamt

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Lutz Schütte ist Elmshorns Ehrenamtskoordinator.

Lutz Schütte ist Elmshorns Ehrenamtskoordinator.

Foto: Stadt Elmshorn

Lutz Schütte unterstützt und berät Engagierte aus Initiativen, Vereinen und Verbänden in der Krückaustadt.

Elmshorn.  Das zivilgesellschaftliche Engagement mit seinen mehr als 250 Vereinen, Initiativen und Projekten in der Stadt Elmshorn zu unterstützen und zu fördern ist das Ziel der neu eingerichteten Ehrenamtskoordination in der Stadtverwaltung. Lutz Schütte besetzt seit dem 1. April die hauptamtliche Stelle im Rathaus. Alle Elmshorner, die sich ehrenamtlich engagieren, haben nun einen Ansprechpartner für alle Fragen, Projekte und Informationen rund um das ehrenamtliche Engagement.

Durchschnittlich 42,7 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahre in Schleswig-Holstein engagiert sich, trägt freiwillig ohne materielle Absicht öffentlich etwas zum Gemeinwohl bei. Dies erfolgt in unterschiedlichen Gruppen und Formen, was die große Vielfalt von Vereinen, Initiativen oder Selbsthilfegruppen in Elmshorn zeigt. Motiviert sind Menschen im Engagement durch das Miteinander und das gemeinsame Handeln, den Spaß an der Gemeinschaft und der Wirksamkeit ihres Handelns. „Damit gestalten Engagierte das Leben unserer Stadt erheblich und leben dabei aktiv Demokratie“, sagt Stadtrat Dirk Moritz und ergänzt: „Dies wird von der Stadtverwaltung und Politik hoch geschätzt und soll durch den Ehrenamtskoordinator weiter gefördert und unterstützt werden.“ Zudem solle die neue Stelle die Arbeit der Freiwilligen sichtbar machen und dazu beitragen, denen, die diese unbezahlte Arbeit leisten, die nötige Würdigung und Wertschätzung zukommen zu lassen.

Seit April 2017 unterstützte Lutz Schütte das Integrationsteam der Stadt. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte Elmshorn sein Integrationsteam neu aufgestellt: Um Geflüchteten sowie Menschen mit Migrationshintergrund eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, wurde bei der Umstrukturierung der Ämter das Sachgebiet „Integration und Wohngeld“ neu gegründet. Schüttes Aufgabe war es dort, Ehrenamtler und Organisatoren bei der Integrationsarbeit zu unterstützen. „Mit dem Integrationskonzept und der Unterstützung und Kooperation der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe haben wir gute Erfahrung gemacht. Dies gilt es zu übertragen“, sagt der 59-Jährige und meint zudem: „Wir werden mit den Engagierten Ziele für gute Rahmenbedingungen bestimmen und in einem Konzept für unsere Stadt zusammenfassen, die dann stetig und verlässlich umgesetzt werden sollen. Weiterhin will der gelernte Sozialpädagoge Engagierte bei aktuelle Themen wie Corona, Digitalisierung im Ehrenamt oder „andere Arbeitsformen in der Zusammenarbeit“ beraten, denn seit den erneuten Beschränkungen zur Pandemiebekämpfung wissen viele Vereine, Selbsthilfegruppen und Projekte nicht, ob und wie sie ihr Engagement fortführen können.

Bis Ende 2022 fördert das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein die Stelle.

( kil )

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